VfB Stuttgart vor Pflichtaufgabe in Molde
Stuttgart (dpa) - 28.07.2010, 14:17 Uhr
Fredi Bobic ist von einer Einigung über einen Khedira-Wechsel nichts bekannt.
Der VfB Stuttgart muss bereits die erste Pflichtaufgabe bestehen. Im Hinspiel der dritten Qualifikationsrunde zur Europa League geht es für die Schwaben beim norwegischen Vizemeister Molde FK um die erste wichtige Weichenstellung für die neue Saison. Denn alles andere als ein souveränes Ausschalten der Skandinavier wäre eine Blamage und würde mit einem Schlag den Lohn der grandiosen Rückrunde der vergangenen Saison zu Nichte machen. VfB-Trainer Christian Gross hatte das Erreichen der Europa-League-Gruppenphase auch mehrfach als das erste bedeutsame Saisonziel bezeichnet. «Das Ziel ist ein positives Resultat, ein Sieg mit ein oder zwei Toren. Die Mannschaft weiß, um was es geht», sagte der Coach vor dem Abflug in Richtung Nordatlantikküste nochmals eindringlich. Nicht mit in die 24 000-Einwohner-Stadt am Moldefjord flog Stuttgarts neuer Sportdirektor Fredi Bobic. Den 38-Jährigen beschäftigen andere Angelegenheiten. «Davon wissen wir nichts», sagte der 38-Jährige auf Anfrage der Nachrichtenagentur dpa zu einer laut der spanischen Sportzeitung «As» angeblichen schon bestehenden Einigung zwischen Real Madrid und Sami Khedira über einen Transfer des Nationalspielers vom VfB zu den «Königlichen».
Bobic verwies erneut auf ein bevorstehendes Gespräch, bei dem der am Dienstagabend aus seinem Urlaub zurückgekehrte Khedira den VfB-Verantwortlichen seine Zukunftsvorstellungen darlegen soll. «Wir werden uns in den nächsten Tagen mit dem Jungen zusammensetzen», sagte Bobic und deutete Aktivitäten bei anderen Transfers an: «Und Khedira ist nicht das Einzige, das uns beschäftigt.» Neben einer Ausleihe des Schweizers Philipp Degen (FC Liverpool) arbeiten die Schwaben noch an der Verpflichtung von Ghanas WM- Jungstar André Ayew, dessen Club Olympique Marseille zuletzt jedoch von einer «astronomischen» Ablöse gesprochen hatte. Zudem soll der VfB an dem Ungarn Balazs Dzsudzsak (PSV Eindhoven) interessiert sein. Welche Einkäufe machbar sind, hängt aber nicht zuletzt davon ab, ob für Khedira rund zehn Millionen Euro in die Kasse kommen. |