Im Oktober 2008 hatte die spanische Justiz Ermittlungen aufgenommen, nachdem Medien in Madrid über abgehörte Telefongespräche von russischen Mafia-Bossen in Spanien berichtet hatten. Der Chef eines einflussreichen kriminellen Unternehmens soll sich damals in einem Gespräch mit einem Kollegen gerühmt haben, den Erfolg von Zenit im Halbfinale «für 50 Millionen» gekauft zu haben. Die Währung sei dabei nicht genannt worden. Der Nationale Gerichtshof in Madrid, wo damals das Ermittlungsverfahren eröffnet wurde, wollte nichts zu den Berichten sagen. Die Generalstaatsanwaltschaft hat nach eigenen Angaben bei der für Korruption zuständigen Staatsanwaltschaft angefragt. Ob es im Laufe des Tages eine Erklärung dazu geben sollte, ließ der Sprecher offen. Die Madrider Zeitung «ABC» schrieb, dass derzeit weder die UEFA noch der Nationale Gerichtshof schlüssige Daten hätten, um den FC Bayern oder St. Petersburgs späteren Finalgegner Glasgow Rangers der Manipulation zu beschuldigen. Es gebe aber «ernsthafte Vermutungen», dass es diese Manipulation gegeben habe.
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