Stuttgart (dpa) - 07.05.2010, 13:03 Uhr

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Horst Heldt hat bessere Verdienstmöglichkeiten in der Europa League gefordert. «So ist der Wettbewerb nicht konkurrenzfähig», sagte der Sportvorstand des Fußball-Bundesligisten VfB Stuttgart.
Die finanzielle Diskrepanz zwischen dem vor einem Jahr aus dem UEFA-Cup hervorgegangenen Wettbewerb und der Champions League sei zu groß. «Die Europa League wird unter Wert verkauft», meinte Heldt in der «Stuttgarter Zeitung» und appellierte an die Europäische Fußball-Union UEFA, die Europa League aufzuwerten: «Es muss möglich sein, aus dem Topf der Champions League etwas in die Europa League zu stecken.»
Momentan beträgt in der «Königsklasse» allein das Startgeld für die qualifizierten Vereine 3,8 Millionen Euro, in der Europa League ist es mit 600 000 Euro nicht einmal ein Sechstel. Zudem sind die Gagen pro Spiel, die möglichen Prämien sowie die Erlöse aus dem sogenannten Marktpool der UEFA wesentlich niedriger.
Bei einer Verringerung dieser Unterschiede dürfe sich die UEFA nach Ansicht Heldts auch vom Widerstand der europäischen Spitzenvereine, die dank ihrer dauerhaften Präsenz am meisten von den Champions-League-Millionen profitieren, nicht abhalten lassen. «Dieser Wettbewerb wird von der UEFA ausgerichtet und nicht von den großen Clubs», betonte Heldt. «Der Verband sollte sich einfach Gedanken machen, wie die Wertigkeit gesteigert werden kann - ohne dass den Großen ein Zacken aus der Krone bricht.»
Die Stuttgarter wollen sich am Samstag mit - mindestens - einem Unentschieden bei 1899 Hoffenheim die Teilnahme an der Europa League sichern. «Jetzt stehen wir kurz davor, international zu spielen, und es wäre fantastisch, wenn uns das gelingen würde», hatte VfB-Trainer Christian Gross vor dem Saisonfinale betont.