HSV-Chef Hoffmann: «Der bitterste Moment»
London (dpa) - 30.04.2010, 10:02 Uhr
Bernd Hoffmann ist der Vorstandsvorsitzende des Hamburger SV.
Fragen an Bernd Hoffmann, den Vorstandsvorsitzenden des Fußball-Bundesligisten Hamburger SV, nach der 1:2-Niederlage im Halbfinal-Rückspiel in der Europa League beim FC Fulham und dem verpassten Einzug ins Finale am 12. Mai in der Hansestadt. Wie groß ist Ihre Enttäuschung? Hoffmann: «Ein Traum, den wir zwei Jahre gehabt haben, ist zerplatzt. Die ganze organische Entwicklung, immer ein Stück besser zu werden, da fehlt der letzte Schritt, der letzte Punch. Wir haben eine tolle Saison in der Europa League gespielt mit dem erneuten Erreichen des Halbfinales. Das kommt uns jetzt neu vor, ohne internationale Beteiligung, das haben Schalke, Dortmund und Leverkusen auch durchmachen müssen.»
Wie bewerten Sie die «Hoffmann-Raus-Rufe» nach dem Spiel? Hoffmann: «Das ist nicht schön, das sind Emotionen, die raus müssen. Alle, die mit dem HSV gezittert haben, verspüren den gleichen Frust, das will ich nicht überbewerten. Der Verein hat eine exzellente Entwicklung genommen, es ist nicht mehr der Verein von vor sieben Jahren. Das ist eine sportliche Enttäuschung, die wir leider so hinnehmen müssen, bitter für jeden HSV-Fan.» |
Werden Sie persönliche Konsequenzen ziehen? Hoffmann: «Die Frage stellt sich nicht, die Arbeit macht mir Spaß. Natürlich müssen wir uns hinterfragen. Es ist schon bitter, der bitterste Moment, seitdem ich sportlich arbeite. Es wird veränderte Vorzeichen vor der neuen Saison geben, auch was die Wirtschaftlichkeit betrifft.» War es falsch, Trainer Bruno Labbadia zu entlassen? Hoffmann: «Die Entscheidung war richtig, unausweichlich.» Aufgezeichnet von Britta Körber, dpa
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