Labbadia: «Die Stimmung war wie beim Tabellen-18.»
Lüttich (dpa) - 09.04.2010, 09:28 Uhr
Bruno Labbadia applaudiert in Lüttich seiner Mannschaft und den mitgereisten Fans.
Oft kritisiert und trotzdem erfolgreich: Bruno Labbadia, Trainer des Hamburger SV, äußerte sich nach dem 3:1-Viertelfinal-Rückspielsieg in der Europa League bei Standard Lüttich und dem Erreichen des Halbfinales gegen Wolfsburg-Bezwinger FC Fulham zu seinem schweren Stand. War das so etwas wie ein Schicksalsspiel für Sie? Labbadia: «Schicksal ist etwas anderes. Ich war sehr entspannt, auch wenn die Bewertung so war, als sei ich der Blindeste. Ich stand letztes Jahr mit Leverkusen im DFB-Pokalfinale, jetzt mit dem HSV im Europa-League-Halbfinale - das ist es, was mich antreibt. Das Wichtigste ist, sich von den negativen Schlagzeilen nicht beeinflussen zu lassen und als Trainer voranzugehen.»
Wie erleichtert sind Sie? Labbadia: «Die größte Krisenmannschaft Deutschlands steht im Halbfinale. Ich weiß gar nicht, ob das jemand merkt. Die Stimmung in Hamburg war wie beim Tabellen-18. Ich bin sehr erleichtert, dass wir gewonnen haben auch für Deutschland mit Blick auf die Fünf-Jahres- Wertung. Schade, dass Wolfsburg nicht weitergekommen ist, dann hätten wir mit Italien gleichziehen können.» |