HSV mit 2:1 zum Rückspiel nach Lüttich
Hamburg (dpa) - 01.04.2010, 23:23 Uhr
Die Hamburger Spieler feiern den Sieg gegen Lüttich.
Drei Tage nach dem internen Krisengipfel hat der Hamburger SV seine Chancen in der Europa League gewahrt. Mit einem 2:1 (2:1)-Sieg im Viertelfinal-Hinspiel gegen Standard Lüttich konnten die Hanseaten die Hoffnungen auf das Finale am 12. Mai im eigenen Stadion am Leben erhalten. Mladen Petric mit einem Foulelfmeter in der 43. Minute sowie Ruud van Nistelrooy (45.), der sein 62. Tor in einem Europacupspiel erzielte, glichen die Führung der Gäste durch Dieumerci Mbokani (30.) aus und verschafften dem HSV damit eine akzeptable Ausgangsposition für das Rückspiel in einer Woche in Lüttich. «Das ist natürlich kein optimales Ergebnis», sagte Torschütze Petric. «Aber wir sind auch auswärts immer für ein Tor gut.» Der international noch titellose van Nistelrooy meinte: «Dass wir das Spiel noch umbiegen konnten, spricht für uns.» Das sah auch der viel gescholtene Trainer Bruno Labbadia so: «Ein Lob an die Mannschaft, sie ist sehr selbstbewusst aufgetreten.»
Nach der peinlichen Niederlage in Mönchengladbach hatte es zu Wochenbeginn ein ernstes Gespräch zwischen Mannschaft, Trainer und Vereins-Spitze gegeben. Doch der Bundesliga-Sechste, der im Halbfinale auf den FC Fulham oder den deutschen Meister VfL Wolfsburg (2:1 für die Engländer) treffen würde, konnte die Trentwende nicht wirklich einleiten. Zu verhalten spielten die Hamburger über weite Strecken und ließen dem in dieser Saison enttäuschenden zehnmaligen belgischen Titelträger, der als Tabellen-Achter nur noch um die Teilnahme an der Europa League kämpft, viel zu viel Raum. Jerome Boateng durfte nach Wochen erstmals wieder auf seiner Lieblingsposition in der Innenverteidigung spielen; Tunay Torun tauschte den Platz mit Piotr Trochowski, der nach seiner schwachen Vorstellung in Gladbach zunächst auf die Bank musste. Doch einen «neuen» HSV sahen die 48 437 Zuschauer im Stadion in Hamburg nicht. Zu ungenau waren Pässe und Flanken der allerdings engagierten Gastgeber, die den Belgiern keine Probleme bereiteten. |