Europa League: 1,77 Millionen für 13 Spiele
Hamburg (dpa) - 16.03.2010, 14:54 Uhr
Hamburger Profis jubeln über den 3:1-Treffer in der Europa League gegen Anderlecht.
Die große weite Welt des Fußball ist nicht automatisch mit großen Einnahmen verbunden. Der Traum von der Europa League ist zwar auch der Traum von hohen Einnahmen, doch es ist hart verdientes Geld. Insgesamt 13 Spiele hat der Hamburger SV einschließlich der Qualifikation bisher absolviert, die Summe der UEFA-Prämien beträgt 1,77 Millionen Euro. Erst in der Endphase werde es lukrativer, sagt HSV-Vorstandsmitglied Katja Kraus. Entsprechend ehrgeizig sind der HSV, Werder Bremen und der VfL Wolfsburg vor den Achtelfinal-Rückspielen am 18. März. Besonders krass fällt der Unterschied zur Champions League einem Club wie dem VfL Wolfsburg auf. Für die Vorrunde der Königsklasse kassiert der noch amtierende Meister von der Europäischen Fußball Union (UEFA) mehr als zwölf Millionen Euro, bei der Zwischenrunde des kleinen Europapokals ist es nur ein Bruchteil.
Die Bonuszahlungen der UEFA für das 2:2 beim FC Villarreal und den 4:1-Sieg im Rückspiel deckten nach Angaben von Manager Dieter Hoeneß nicht einmal die Prämien für die Profis des VfL. Hinzu kommen für den Verein Kosten für Organisation, Reisen und Aufenthalt. Auf der anderen Seite stehen Einnahmen aus dem Kartenverkauf. Ein Plus von gerade einmal 105 000 Euro brachte laut Hoeneß für den VfL die Zwischenrunde unter dem Strich. Im schlimmsten Fall kann der kleine Europapokal auch ein Zuschussgeschäft werden. «Natürlich kann man in der Europa League nicht annähernd soviel verdienen wie in der Champions League», sagt Werder-Clubchef Klaus Allofs. «Es ist klar, dass das nicht so ein Riesensprung ist.» Allofs warnt trotzdem davor, die Europa League «schlecht zu reden». «Wir dürfen es nicht darauf reduzieren», betont er. |