Gute Ausgangsposition: HSV schlägt Anderlecht 3:1
Hamburg (dpa) - 11.03.2010, 21:11 Uhr
Van Nistelrooy jubelt mit seinen Offensiv-Kollegen Aogo (l) und Elia (r).
Ruud van Nistelrooy hat dem Hamburger SV mit seinem ersten Tor vor heimischer Kulisse zu einer guten Ausgangslage in der Europa League verholfen. Die Hanseaten setzten sich im Achtelfinale-Hinspiel gegen den RSC Anderlecht mit 3:1 (2:1) durch. Joris Mathijsen (23. Minute), van Nistelrooy (40.) und David Jarolim (76.) trafen für den HSV, der ärgerliche Gegentreffer ging auf das Konto von Jonathan Legear (45.). Im Rückspiel in einer Woche beim Tabellenführer der belgischen Jupiler League kann sich der HSV damit auch eine Niederlage mit einem Tor Differenz leisten, um weiter vom Finale am 12. Mai im eigenen Stadion träumen zu dürfen. «Ich denke, dass wir mehr als verdient gewonnen haben», sagte Hamburgs Trainer Bruno Labbadia, warnte aber gleichzeitig vor dem zweiten Duell in Belgien: «Das wird noch ein heißer Tanz.» Torschütze Mathijsen ärgerte der Gegentreffer: «Schade wegen des Gegentores, da ist man dann ein bisschen enttäuscht.» Van Nistelrooy kommentierte sein sehenswertes Tor: «Da muss man auch ein bisschen Glück haben.»
Labbadia überraschte mit Stürmerstar van Nistelrooy anstelle des jungen Tunay Torun in der Startelf - die einzige Änderung im Vergleich zur Partie gegen Hertha BSC. Für Aufsehen sorgte vor 34 921 Zuschauern dann aber zunächst doch ein Youngster, allerdings auf Seiten der Gäste: Der erst 16-jährige Romelu Lukaku hielt die HSV-Hintermannschaft in der Anfangsphase auf Trab und brachte Mathijsen und Co. mehrmals in Verlegenheit. Der RSC setzte auf Konter, ließ am Ende aber die nötige Präzision vermissen. Auch der Angriff der Hanseaten brachte gegen sehr tief stehende Belgier zunächst kaum Zählbares zustande. Für das etwas glückliche 1:0 sorgte dann bezeichnenderweise Abwehrchef Mathijsen: Nach einem Abwehrschnitzer der Gäste fiel der Ball dem Niederländer im Strafraum vor die Füße, und Mathijsen ließ mit einem platzierten Schuss Torwart Silvio Proto keine Chance. Beflügelt von der Führung legte der HSV nach, Mladen Petric (35.) setzte einen Versuch neben den Pfosten. |