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Werder rotiert erfolgreich: Ersatz-Elf siegt

Bremen (dpa) - 04.12.2009, 11:56 Uhr

Der Bremer Markus Rosenberg jubelt über sein Tor zum 1:0 gegen Nacional Funchal.
Der Bremer Markus Rosenberg jubelt über sein Tor zum 1:0 gegen Nacional Funchal.

Werder rotiert: Die Ersatz-Elf hat international mühelos gewonnen, doch im Bundesliga-Alltag läuft das A-Team auf. Die Stammspieler wurden beim lockeren 4:1-Sieg gegen Nacional Funchal geschont.

Bremen ist nunmehr seit 22 Pflichtpartien ungeschlagen. Tim Wiese, der aufgrund eines Infektes im Europa-League-Spiel gegen die harmlosen Portugiesen fehlte, soll bald wieder im Tor stehen. «Es geht ihm besser», sagte Trainer Thomas Schaaf.

«Never change a winning team» - diese Fußball-Weisheit gilt bei Schaaf nicht mehr. Der sonst eher traditionsbewusste Fußball-Lehrer hat an der Rotation Gefallen gefunden. «Es war in unserer Situation, in der noch viele Spiele anstehen, wichtig, auch denen Spielpraxis zu geben, die zuletzt weniger gespielt haben», begründete Schaaf seinen Sinneswandel. Gegen Funchal reichte auf jeden Fall eine bessere Reservemannschaft, die Schaaf niemals so nennen würde, weil er das «respektlos» findet. Tatsache ist aber, dass der Coach gleich sieben Profis einsetzte, die zuletzt nicht zur ersten Elf gehörten.

Dass es trotzdem zu einem leicht herausgespielten Europapokalsieg reichte, ist für den SV Werder eine beruhigende Nachricht. Denn der Club spielt auch im kommenden Jahr in drei Wettbewerben und benötigt einen breiten Kader. «Alle, die zum Einsatz gekommen sind, haben das Zeug, in der Bundesliga in der Startelf zu stehen», lautete das Resümee von Clubchef Klaus Allofs. Zwar drängte sich keiner der sieben Neuen auf, auch nicht der zweifache Torschütze Markus Rosenberg, der zugab: «Das dritte und vierte Tor muss ich eigentlich auch noch machen.» Aber es fiel auch keiner der Sieben ab.

«Wir müssen auch mal Spieler rein werfen, die noch nicht soviel gespielt haben», sagte Abwehrchef Per Mertesacker, der auf seinen gewohnten Nebenmann Naldo verzichten musste und neben Sebastian Prödl spielte. «Es ist gut zu sehen, dass der Übergang nahtlos funktioniert», kommentierte der Nationalspieler. Gänzlich zufrieden war Mertesacker aber nicht. «Das war einer Spitzenmannschaft nicht würdig», sagte der Innenverteidiger zu dem kleinen Durchhänger. Nach der Führung durch Rosenberg (31. und 34. Minute) kamen die Gäste durch Ruben Micael (61.) zum Anschlusstreffer, ehe Marcelo Moreno (84.) und Marko Marin (90.+1) die Tore zum sicheren Sieg erzielten.

Die Zielsetzung für das letzte Gruppenspiel der Europa League in zwei Wochen in Bilbao ist klar. «Wir müssen den Gruppensieg sicher machen, damit wir gesetzt sind», sagte Mertesacker. Sogar eine knappe Niederlage könnten sich die Bremer leisten, um Platz eins der Gruppe L zu verteidigen.


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