Bremer nach Sieg gegen Austria Wien schon weiter
05.11.2009, 23:22 Uhr
Der Bremer Tim Borowski jubelt über sein Tor zum 1:0.
Bremen (dpa) - Schlecht gespielt - aber trotzdem vorzeitig in der K.o.-Runde der Europa League: Tim Borowski und Hugo Almeida haben Werder Bremen zu einem äußerst glücklichen 2:0 (0:0)-Erfolg gegen Austria Wien geführt und die Serie von 18 Pflichtspielen ohne Niederlage fortgesetzt. Nach einer über weite Strecken katastrophalen Vorstellung, in der einzig der in Weltklasse-Form haltende Tim Wiese überzeugte, erlöste Borowski den Bundesliga-Dritten mit seinem Führungstreffer in der 81. Minute, nachdem er zuvor einige Großchancen ausgelassen hatte. Der eingewechselte Almeida erhöhte vor 25 000 Zuschauern in der ausverkauften Baustelle Weserstadion nur drei Minuten später. Da die Konkurrenten in der Gruppe L, National Funchal und Athletic Bilbao, 1:1 spielten, ist Werder weiter. «Wir haben es jetzt schon nach vier Spielen geschafft. Das ist schon sehr gut», sagte Werder-Trainer Thomas Schaaf. Mit der Leistung seiner Mannschaft konnte er nicht zufrieden sein: «Wir haben uns sehr schwer getan und haben hinten teilweise fahrlässig gespielt», meinte er und lobte Keeper Wiese: «Wir wissen ja: Da ist einer hinten drin, der uns den Rücken freihält.»
Gegen die lange überzeugende Austria, die im Hinspiel aus einem 0:2 noch ein 2:2 gemacht hatte, wirbelte zunächst nur der quirlige Marco Marin, der neben dem überragenden Wiese zumindest Normalform erreichte. Das Fehlen von Top-Torschütze Claudio Pizarro machte sich bemerkbar. Nach seinen beiden Toren in Nürnberg tat sich Aaron Hunt schwer, der vor der Pause statt der angeschlagenen Marcelo Moreno und Markus Rosenberg stürmte. Auch Borowski konnte sich bei den gefährlichen Hereingaben nicht wirkungsvoll durchsetzen. Zwar war der Bundesliga-Dritte spielerisch überlegen und hatte auch mehr Ballbesitz. Die besseren Chancen aber hatten die Gäste. Die Souveränität von Torsten Frings wurde in mehr als einer Szene vermisst, zumal auch Mesut Özil - vielleicht auch deshalb - nicht zu seiner gewohnten Klasse fand. Peter Niemayer konnte den Kapitän nicht annähernd ersetzen. |