HSV mit Null-Nummer an Seeler-Geburtstag
Hamburg (dpa) - 05.11.2009, 20:52 Uhr
Die Hamburger David Rozehnal (l) und Joris Mathijsen (r) stoppen Gary Caldwell.
Ein harmloser Hamburger SV hat sein Idol Uwe Seeler zum 73. Geburtstag mit einer Null-Nummer in der Europa League abgespeist und den Sprung an die Tabellenspitze verpasst. Gegen Celtic Glasgow kam der HSV am vierten Spieltag in der Vorrundengruppe C über ein klägliches 0:0 nicht hinaus. Vor 45 037 Zuschauern im Hamburger WM-Stadion blieben die Hausherren den Beweis schuldig, eine Spitzenmannschaft zu sein. Vor allem die Leistung in der ersten Hälfte war ein fußballerischer Offenbarungseid. Durch den klaren Sieg von Spitzenreiter Hapoel Tel-Aviv (9 Punkte) beim Tabellen-Dritten Rapid Wien (4) steht der HSV, der als Gruppen- Zweiter sieben Zähler gesammelt hat, im nächsten Europa-League- Heimspiel (2. Dezember/21.05 Uhr) gegen die Österreicher unter Druck. Schließlich hat der Bundesliga-Dritte schon das Hinspiel in Wien mit 0:3 sang- und klanglos verloren. Danach kommt das Gastspiel in Israel.
Hamburgs Fußball-Idol Uwe Seeler, der seinen Geburtstag in einer Loge als Fan seines Clubs feierte, hatte sich Tore gewünscht. Doch der HSV geizte gegen das Abwehrbollwerk der Schotten mit Zählbarem. Überlegen war das Team von Bruno Labaddia zwar, doch die besseren Chancen hatten zunächst die ebenfalls ersatzgeschwächten Gäste aus Schottland. Vor allem Keeper Frank Rost bewahrte seine Mannschaft mit Glanzparaden vor einem Rückstand. Dabei hätten die Hausherren schon früh die Weichen stellen können. Der Schwede Marcus Berg, beim 1:0-Sieg in Glasgow der Torschütze, scheiterte völlig frei stehend aus sieben Metern an Ersatztorhüter Lukasz Zaluska. Auf der Gegenseite hätte Scott MacDonald den HSV- Keeper mit einem Schuss aus 14 Metern alt aussehen lassen. Mit einer Weltklasseparade verhinderte Rost in der 17. Minute den Rückstand. Der Keeper war dann auch in der 33. Minute zur Stelle, als erneut MacDonald auf der linken Seite heranstürmte. |