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Heine bei Kurzzeit-Engagement erfolglos

Berlin (dpa) - 02.10.2009, 12:47 Uhr

Herthas Interimscoach Karsten Heine (r) verfolgt das Spiel gegen Sporting Lissabon.
Herthas Interimscoach Karsten Heine (r) verfolgt das Spiel gegen Sporting Lissabon.

Auch Interimscoach Heine hatte in seinem vierten Kurzzeit-Engagement als Hertha-Cheftrainer die Niederlagenserie nicht stoppen können, stellte nach dem 0:1 in der Europa League bei Sporting Lissabon aber die positiven Dinge einer insgesamt trostlosen Partie heraus.

«Mut macht mir, dass die Abwehr wieder an Stabilität gewonnen und nur wenige Chancen zugelassen hat», sagte der 54-Jährige. Der von Favre nicht mehr berücksichtigte Brasilianer Kaká überzeugte Heine, auch der Schweizer Steve von Bergen zeigte eine ordentliche Leistung gegen Sporting, das aber enttäuschte und nur durch einen abgefälschten Glücksschuss von Adrien Silva (18.) siegte. Christoph Janker hatte kurz vor Schluss dagegen nur die Latte für die lange Zeit ebenfalls harmlosen Berliner getroffen.

«Wir haben ganz unglücklich verloren, da war wirklich eine ganze Portion Pech dabei. Aber ein paar Mutmacher wie die verbesserte Abwehrarbeit waren auch dabei», sagte der zum Spiel nachgereiste Sport-Geschäftsführer Michael Preetz vor dem nächtlichen Rückflug nach Berlin. Laut «Bild»-Zeitung soll Preetz auf Mallorca gesichtet worden sein, wo Friedhelm Funkel derzeit weilt. Der zuletzt in Frankfurt tätige Coach hat Kontakte zu Hertha wie auch Kollegen von ihm jedoch dementiert. Heine soll laut Preetz auf jeden Fall wieder ins zweite Glied zur U23-Mannschaft rücken.

Angesichts der Niederlage und der schlechten Ausgangsposition auch in der Europa League flößte die Dienstreise den zuletzt gescholtenen Hertha-Profis nur wenig Selbstvertrauen ein. «Natürlich war dieser Gegner nicht so stark wie Hoffenheim, aber von der Organisation her, von unserer Stabilität haben wir einen Schritt nach vorn gemacht», urteilte Routinier Pal Dardai, stellte aber trotzdem fest: «Uns bleibt nur eines: arbeiten, arbeiten, arbeiten!» Mittelfeldkollege Gojko Kacar fügte hinzu: «Am Ende zählt, dass wir nach zwei Spielen nur einen Punkt haben. Und das ist zu wenig.»

Sorgen gibt es zudem um Stammkeeper Jaroslav Drobny, der nach Angaben von Vereinsarzt Uli Schleicher beim 1:1 gegen FK Ventspils vor zwei Wochen nicht nur einen Muskelfaserriss erlitt, sondern auch einen leichten Bandscheibenvorfall. Hertha hofft aber, dass der Tscheche nach der Länderspielpause zurückkehrt.


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