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Pizarro rettet Bremen den Sieg in Funchal

Funchal (dpa) - 18.09.2009, 14:39 Uhr

Philipp Bargfrede (l) gratuliert Claudio Pizarro zum 2:0.
Philipp Bargfrede (l) gratuliert Claudio Pizarro zum 2:0.

Claudio Pizarro bewahrte Werder Bremen vor einer peinlichen Blamage - und nahm später auch noch die Schuld für die Zitterpartie auf sich.

«Beim zweiten Gegentor hat mein Gegenspieler getroffen. Das musste ich wiedergutmachen!», sagte der Bremer Stürmer nach dem 3:2-Erfolg des Fußball-Bundesligisten zum Auftakt der Europa League bei Nacional Funchal. Fünf Minuten vor dem Ende der regulären Spielzeit hatte Pizarro das erlösende Siegtor erzielt.

«Ich will ja kein Spielverderber sein», mahnte dennoch Clubchef Klaus Allofs. «Aber manchmal liegen die Dinge so dicht beieinander. Wir machen uns das Leben durch Unkonzentriertheiten und Leichtfertigkeiten selbst schwer.»

Nahezu wortgleich hatte der peruanische Angreifer zuvor das turbulente Geschehen zusammengefasst. «Wir haben es uns selber schwer gemacht», sagte Pizarro. 2:0 hatte der deutsche Pokalsieger gegen den internationalen Nobody nach Treffern von Torsten Frings (39./Foulelfmeter) und Pizarro (55.) bereits geführt, ehe Felipe Lopes (68.) und Rafik Halliche (75.) den zwischenzeitlichen Ausgleich erzielen durften. Mit einigem Glück sorgte Pizarro dafür, dass der vierstündige Rückflug von der Atlantikinsel Madeira bei bester Laune absolviert werden konnte.

«Dass ich am Ende zwei Tore gemacht und den Elfmeter rausgeholt habe, ist natürlich schön», kommentierte Pizarro seinen Anteil am Pflichtsieg beim portugiesischen Provinzclub. Durch die drei Auswärtspunkte dürfen die Bremer nun dem kommenden Heimspiel der Gruppe L am 1. Oktober gegen Athletic Bilbao gelassen entgegensehen. Der baskische Club ist durch den klaren 3:0-Sieg gegen Austria Wien Tabellenführer. Doch trotz des späten Glücks kritisierte Trainer Thomas Schaaf sein Team. «Es war unnötig, den Sieg durch die zwei Gegentore nach Standards zu gefährden», klagte Schaaf. «Wenn man am Gegenspieler war, war man zu passiv oder die Zuordnung stimmte nicht.» Außerdem: «Wir hätten vorher das 3:0 machen müssen.»

Auch Kapitän Frings schimpfte, dass die Werder-Profis «zweimal geschlafen» haben. Gegen Leverkusen dürfen sich die Bremer solche Nachlässigkeiten kaum erlauben. Der Tabellenzweite der Bundesliga ist ein anderes Kaliber als der insgesamt harmlose Gastgeber auf der Blumeninsel. In Leverkusen hoffen die Bremer wieder auf Mesut Özil. Der Regisseur, in den bisherigen Saisonspielen der beste Werder-Profi, musste gegen Funchal wegen Knieproblemen passen. «Sein Ausfall tut uns natürlich weh», sagte Schaaf. «Wir müssen schauen, ob er wieder spielen kann.» Allerdings machte Özils Vertreter Aaron Hunt eine gute Partie. Der 22-Jährige empfahl sich in Funchal auch für einen Einsatz in Leverkusen.


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