Hamburg (dpa) - 24.05.2009, 11:18 Uhr
Totale Planungssicherheit sieht anders aus. Durch den Qualifikations-Modus für die neue Fußball-Europa-League sind selbst der Tabellen-Vierte Hertha BSC und -Fünfte Hamburger SV noch nicht sicher in der Gruppenphase des UEFA-Pokal-Nachfolgers dabei.
Der HSV muss erstmals in der dritten Qualifikationsrunde der Europa League antreten. Die in der Bundesliga einen Rang vor ihm platzierten Berliner und auch der Sieger des DFB-Pokalendspiels am 30. Mai zwischen Werder Bremen und Bayer Leverkusen greifen erst in der vierten und letzten Ausscheidungsrunde, den Playoff-Spielen, ein.
Direkt für die Gruppenphase qualifiziert sind nur der letzte UEFA-Cup-Sieger Schachtjor Donezk und die zehn Verlierer der Champions- League-Playoffs. Sollte der Tabellendritte VfB Stuttgart also sein Ausscheidungsspiel zur Königsklasse verlieren, würden die Schwaben als einziges deutsches Team direkt in die Europa League einziehen.
Die Europa League wird als Nachfolge-Wettbewerb des UEFA-Pokals von der kommenden Saison an ausgespielt. Nach vier Qualifikations- Runden beginnt - analog zur Champions League - die Gruppenphase. Allerdings treten in der Europa League sogar 48 Vereine in 12 Gruppen an. Der komplizierte Modus mit Fünfer-Gruppen wird damit abgeschafft. Nach Hin- und Rückspielen qualifizieren sich die Gruppen-Ersten und - Zweiten für die K.o.-Phase, in der wie bisher die acht Gruppendritten der Champions League in den Wettbewerb eingreifen. Nach einer Zwischenrunde folgen Achtel-, Viertel- und Halbfinale sowie das Endspiel, das am 12. Mai 2010 in der Hamburger Fußball-Arena stattfinden wird.