Bremen mühelos ins Viertelfinale des UEFA-Pokals
St. Etienne (dpa) - 18.03.2009, 22:36 Uhr
Der Bremer Sebastian Prödl jubelt über seinen Kopfball zum 1:0.
Allen Turbulenzen im Umfeld zum Trotz sorgt Werder Bremen auf der internationalen Fußball-Bühne weiter für Furore. Durch Kopfball-Tore von Sebastian Prödl (6.) und Claudio Pizarro (28.) erreichten die Hanseaten ein 2:2 (2:0) bei AS St. Etienne. Damit zog der Bundesligist eine Woche nach dem 1:0-Hinspielsieg im Weserstadion problemlos ins Viertelfinale des UEFA-Pokals ein. Vor 29 000 Zuschauern im Stade Geofroy-Guichard gaben die nun seit sieben Pflichtspielen ungeschlagenen Bremer aber einen sicheren Sieg noch aus der Hand und kassierten durch Schlampigkeiten den Ausgleich durch Yohan Benalouane (64.) und Sebastien Grax (90.+2). Bei der Auslosung hofft Werder nun auf einen attraktiven Gegner. Die Runde der letzten Acht wird am 9. und 16. April ausgespielt. Während die Mannschaft drei Tage nach dem 4:0 gegen Stuttgart ihren spielerischen Aufwärtstrend bestätigte, benahm sich ein kleiner Teil der rund 500 mitgereisten Bremer Anhänger gründlich daneben. Während des Spiels zündeten sie mehrfach bengalische Feuer und Leuchtraketen, so dass minutenlang dichte Rauchschwaden über das Spielfeld trieben. Werder droht nun wohl eine Geldstrafe in fünfstelliger Höhe durch die Europäische Fußball-Union. «Wir schämen uns für solche Aktionen, weil es einfach unsportlich ist und auch noch andere Menschen gefährdet», sagte Werder-Geschäftsführer Klaus Allofs und kündigte Stadionverbote für die Übeltäter an.
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Der späte Ausgleich war den Bremern bei aller Freude über das Weiterkommen schwer aufs Gemüt geschlagen. «Wir haben uns das Leben selbst schwer gemacht, weil wir einen Gang zurückgeschaltet haben», sagte Trainer Thomas Schaaf. «Wir haben am Ende nicht mehr so aggressiv gespielt. Wir müssen darüber nachdenken, warum wir noch zwei Tore bekommen haben», ärgerte sich Torschütze Pizarro. Und auch Per Mertesacker war mit dem Resultat nicht zufrieden: «In der zweiten Halbzeit haben wir sehr viel schleifen lassen.» Werder ging gegen einen zwar eifrigen, aber harmlosen Gegner hochkonzentriert zu Werke und ließ nach dem schnellen Tor keine Zweifel am Weiterkommen mehr aufkommen. Im Mittelfeld zog Diego wie gewohnt die Fäden und als Vollstrecker zeigte sich Pizarro völlig unbeeindruckt von den Vorwürfen gegen seine Person. |