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VfB Stuttgart erkämpft 1:1 in Genua

Genua (dpa) - 27.11.2008, 22:42 Uhr

Stuttgarts Ricardo Osorio (l) im Duell mit Sampdorias Emiliano Bonazzoli.
Stuttgarts Ricardo Osorio (l) im Duell mit Sampdorias Emiliano Bonazzoli.

Der VfB Stuttgart hat mit einem 1:1 (1:1)-Unentschieden beim Tabellenführer Sampdoria Genua die Tür zur UEFA-Cup-Zwischenrunde weit aufgestoßen und dem neuen Teamchef Markus Babbel einen gelungenen Einstand beschert.

Vier Tage nach dem Rauswurf von Meistertrainer Armin Veh zeigten die Schwaben im eiskalten Genua lange vermisste Qualitäten und erkämpften sich in ihrer dritten Europapokal-Begegnung in Gruppe C bei Sampdoria einen Punkt. Überraschend brachte der Rumäne Ciprian Marica die Stuttgarter in der achten Minute in Führung. Paolo Sammarco (39.) gelang vor 20 000 Zuschauern im Stadion Luigi Ferraris der letztendlich verdiente Ausgleich. Trotzdem können die VfB-Profis sechs Tage vor dem Heiligabend im Heimspiel gegen Standard Lüttich den Einzug in die Zwischenrunde perfekt machen.

Der von Babbel für Cacau ins Team geholte Marica bedankte sich für das Vertrauen seines neuen Chefs mit seinem frühen Tor zum 1:0. Der Rumäne nutzte ein Zuspiel von Mario Gomez und erzielte im zehnten Europapokal-Spiel für den VfB seinen dritten Treffer. Sampdoria, in den letzten zehn Europapokal-Spielen nicht besiegt, war geschockt und schlug wütend zurück. Bei einem Zweikampf verletzte sich Ludovic Magnin und musste bereits früh durch Arthur Boka (12.) ersetzt werden.

Mit der Führung im Rücken kauften die in der heimischen Liga zuletzt in fünf Spielen sieglosen Gäste den favorisierten Italienern den Schneid ab. Immer wieder gewann der Bundesliga-Elfte die Zweikämpfe, endlich stimmte auch der Einsatz. Der VfB bekam die Begegnung nun immer besser in den Griff.

Doch wie aus heiterem Himmel kam Genua dann zu Chancen. In der 38. Minute traf Stürmerstar Emiliano Bonnazzoli den Innenpfosten, Sekunden später produzierte Kahlid Boulharouz mit einem Querschläger fast ein Eigentor. Der fällige Eckball führte dann zum Ausgleich: Keeper Jens Lehmann, der am Dienstag noch mit 38,8 Grad Fieber im Bett lag, war chancenlos, als Sammarco das Leder aus Nahdistanz ins VfB-Tor beförderte.

Auch nach der Pause zeigten die VfB-Profis die lange vermissten Eigenschaften, kämpften und gingen an die Grenzen. Die von Babbel eingeforderte Aggressivität war bis auf die Tribüne zu spüren. Die Stuttgarter brachten nun Ruhe ins Spiel, waren dem Siegtreffer näher als die Gastgeber. Mit einem Flugkopfball scheiterte Gomez (55.). Nur drei Minuten später wurde der Nationalstürmer im Strafraum gefoult, doch der Pfiff von blieb aus. Später war dann Thomas Hitzlsperger (82.) mit einem Distanzschuss brandgefährlich.


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