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Nur auf Gomez ist in Stuttgart Verlass

Sofia (dpa) - 19.09.2008, 12:08 Uhr

Stuttgarts Mario Gomez köpft den Ball vor Tanko Dyakov (top) von Cherno More Warna.
Stuttgarts Mario Gomez köpft den Ball vor Tanko Dyakov (top) von Cherno More Warna.

Tor-Garant Mario Gomez schoss sich im eisigen Sofia für die nächsten Aufgaben warm, doch bei seinem Trainer Armin Veh blieb die Stimmung frostig.

«So brauchen wir in der Bundesliga gar nicht mehr antreten», wetterte der Coach des VfB Stuttgart nach dem dürftigen 2:1 (0:1)-Erfolg der Schwaben im Erstrunden-Hinspiel des UEFA-Pokals beim bulgarischen Fußball-Zwerg Cherno More Warna. Veh sparte nicht mit Kritik an seinen Mannen, die nur mit Mühe und Glück einer Europapokal-Bauchlandung entgangen waren. «Das war keine Systemfrage, sondern eine Einstellungsfrage», meinte der VfB-Coach.

Bei den über weite Strecken enttäuschenden Stuttgartern war nur auf Nationalstürmer Gomez Verlass. Nach einer frustrierenden ersten Hälfte als einzige Spitze nutzte der 23-Jährige die neuen Freiräume nach der Einwechslung von Sturmpartner Cacau dankbar zu seinen Treffern sieben und acht (66./81.) im achten Saison-Pflichtspiel für den VfB. Auf überschäumenden Jubel indes verzichtete der Angreifer. «Wir sind alle selbstkritisch genug, um zu wissen, dass die erste Halbzeit nichts war. Die zweite Hälfte war auch nicht viel besser, aber immerhin haben wir gewonnen», bilanzierte Gomez treffend.

Erst eine deftige Pausenansprache ihres Trainers hatte die Stuttgarter aus der Lethargie gerissen, die sich vor dem Führungstor der Bulgaren durch Tanko Diakow (42.) im mit knapp 2000 Zuschauern gähnend leeren Lewski-Stadion breit gemacht hatte. «Die Atmosphäre war schon sehr ungewöhnlich, aber damit müssen wir klar kommen», befand Thomas Hitzlsperger. Auch der VfB-Kapitän konnte seinem Team nicht als Vorbild dienen. Ohnehin vermisst Coach Veh derzeit Leitfiguren. «Mir wird generell auf dem Platz zu wenig gesprochen», urteilte der 47-Jährige und forderte von seinen Profis: «Sie sollen untereinander die Dinge ansprechen und nicht immer warten, dass ich die Initiative ergreife.»


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