HSV: Spiel gegen Zürich als Formtest
Hamburg (dpa) - 20.02.2008, 12:53 Uhr
HSV-Trainer Huub Stevens spricht im Training mit David Jarolim.
Das Spitzenspiel gegen Tabellenführer Bayern München im Blick, die Gerüchte um den neuen Trainer im Ohr - für den Hamburger SV gerät das Rückspiel im UEFA-Cup gegen den FC Zürich beinahe zur Nebensache. Das verwundert nicht, ist doch nach dem 3:1 im Zürcher Letzigrund vor einer Woche die Neuauflage des Duells in der Nordbank-Arena nicht von großer Brisanz. Nicht nur Clubchef Bernd Hoffmann und HSV-Idol Uwe Seeler gehen fest vom Einzug ins Achtelfinale aus. Der übertragende Fernsehsender DSF sieht in einer Konferenzschaltung mit der Parallel- Partie Bayer Leverkusen gegen Galatasaray Istanbul (Hinspiel 0:0) den Schwerpunkt in der BayArena. Trainer Huub Stevens wird sich natürlich hüten, von einem Selbstläufer zu sprechen oder gar schon das Duell mit den Bayern in den Mund zu nehmen. «Noch sind wir nicht weiter. Wir haben erst die Hälfte gespielt. Wir dürfen auf keinen Fall leichtfertig zur Sache gehen», sagte der Niederländer, der seinen Abschied vom HSV am Saisonende mit einem Titel krönen möchte. Dabei ist dem 54-Jährigen Form und Größe der Trophäe egal: Es darf sowohl die «Salatschüssel» als auch der DFB-Pokal oder gar der UEFA-Cup sein. Zumindest das Achtelfinale darf schon geplant werden, in dem der Sieger der Partie Leverkusen gegen Galatasaray wartet.
In der Diskussion um seinen Nachfolger wird derzeit Stevens' Landsmann Fred Rutten vom niederländischen Ehrendivisionär FC Twente Enschede als heißer Kandidat gehandelt. Rutten, dessen Vertrag bis 2009 läuft, soll laut Hamburger Medien der Wunschkandidat des HSV- Vorstandes sein. Empfohlen wurde der 46-Jährige von Stevens. Beide Trainer haben übrigens denselben Berater. «Das ist alles Spekulation. Die Trainersuche ist noch nicht abgeschlossen», widersprach Sportchef Dietmar Beiersdorfer. Auch Jürgen Klopp (FSV Mainz 05), Christian Gross (FC Basel) und Bruno Labbadia (Greuther Fürth) gehören zum Kreis der Kandidaten. Obwohl Kapitän Rafael van der Vaart den Hamburgern wegen eines Bänderanrisses im rechten Sprunggelenk nicht zur Verfügung steht, gehen seine Teamkollegen entspannt in die Partie gegen den Schweizer Meister. Der hatte seine Negativ-Serie (sieben Niederlagen in acht Spielen) mit einem 1:1 gegen Tabellenführer FC Basel zwar stoppen können, doch das ängstigt den Bundesligisten nicht. Auch ohne Spiellenker und Vollstrecker van der Vaart war die Mannschaft zuletzt erfolgreich: drei Tore gegen Zürich, drei gegen den VfL Bochum. |
Van der Vaart, der derzeit in den Niederlanden behandelt wird, will das Spiel gegen den FC Zürich aber unbedingt im Stadion verfolgen - gewissermaßen als Appetitanreger. Denn geradezu hungrig ist er auf die Partie am Sonntag bei Bayern München. «Vielleicht werde ich bis dahin wieder fit», meinte der Nationalspieler. Die voraussichtlichen Aufstellungen: FC Zürich: Leoni - Lampi, Barmettler, Tihinen, Rochat - Djuric, Aegerter, Chikhaoui, Abdi - Alphonse, Hassli Hamburger SV: Rost - Demel, Reinhardt, Mathijsen, Benjamin - Kompany, de Jong - Jarolim, Trochowski, Olic - Guerrero Schiedsrichter: Jakobsson (Island)
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