HSV stösst Tür zum Achtelfinale weit auf
Zürich (dpa) - 14.02.2008, 23:07 Uhr
Alain Rochat (l) vom FC Zürich foult HSV-Spieler Rafael van der Vaart.
Dank einer Torgala in der zweiten Halbzeit hat der Hamburger SV die Tür zum UEFA-Cup-Achtelfinale weit aufgestoßen. Die Hamburger fertigten den Schweizer Meister FC Zürich mit 3:1 (0:0) ab. Durch die Treffer von David Jarolim (49. Minute), Ivica Olic (67.) und Piotr Trochowski (77.) können die Hanseaten schon vor dem Rückspiel in einer Woche in Hamburg für die Runde der letzten 16 planen. Alain Rochat (88.) war für die Zürcher nach einem Patzer von HSV-Keeper Frank Rost in der Schlussphase erfolgreich. Überschattet wurde der Sieg durch den Ausfall von Kapitän Rafael van der Vaart, der wegen einer Verletzung am rechten Sprunggelenk früh ausgewechselt werden musste. «Der Ball war nicht drin», kommentierte Rost den Gegentreffer. «Schade, dass wir das Gegentor bekommen. Nun wird es im Rückspiel noch einmal eng, denn die können auch Fußball spielen.» Zürichs Trainer Bernard Challandes hat indes wenig Hoffnung, dass sein Team das Ergebnis in Hamburg noch dreht: «Da sieht man den Unterschied zwischen einer guten Bundesliga-Mannschaft und einer Mannschaft aus der Schweizer Liga.» Sein HSV-Kollege Huub Stevens sagte kurz und knapp: «Ich denke, das Ergebnis geht in Ordnung.»
Direkt vor dem Anpfiff vor 16 800 Zuschauern im Zürcher EM-Stadion Letzigrund gab HSV-Ikone Uwe Seeler die Marschroute vor: «Es reicht ja, wenn wir hier knapp gewinnen und zu Hause alles klar machen.» Und dementsprechend abwartend agierten die Hamburger in den ersten 45 Minuten. Doch bereits nach einer halben Stunde musste Stevens sein Konzept über den Haufen werden. Ausgerechnet seinen Erfolgsgaranten van der Vaart musste der Niederländer nach einem groben Foul von Rochat (16.) durch den starken Peruaner Paolo Guerrero ersetzen. Damit war auch das mit Spannung erwartete Duell mit seinem möglichen Nachfolger Yassine Chikhaoui, der beim HSV im Gespräch ist, beendet. Die HSV-Profis wirkten nach der Verletzung ihres Topscorers etwas verunsichert und wurden erst kurz vor der Pause durch Trochowski (45./45.+1) gefährlich. Ansonsten blieben die Hanseaten zunächst blass, vor allem das Offensivspiel kam nicht auf Touren. Die laufstarken Zürcher, die die 0:5-Heimpleite gegen Bayer Leverkusen in der Gruppenphase vergessen machen wollten, waren im Angriff ebenfalls harmlos. |