Schöne Bescherung für Bayer 04: 5:0 in Zürich
Zürich (dpa) - 19.12.2007, 23:02 Uhr
Leverkusens Spieler kommen aus dem Feiern kaum heraus.
Bayer 04 Leverkusen sorgte mit dem 5:0 (2:0)-Kantersieg im letzten Spiel der UEFA-Cup-Gruppenphase beim FC Zürich für eine schöne Bescherung vor dem Weihnachtsurlaub. Vor 20 100 Zuschauern sorgten Vratislav Gresko (19. Minute), Dimitri Bulykin (23./57.) Tranquillo Barnetta (50.) und Stefan Kießling (80.) mit ihren Toren für den ersten Auswärtserfolg des Fußball-Bundesligisten im Europacup nach 17 sieglosen Spielen auf fremden Platz seit Oktober 2002. Bei der Auslosung der K.o.-Runde in Nyon hat der UEFA-Cup-Sieger von 1988 sehr gute Karten. «Das war ein perfektes Spiel. Die Mannschaft hat großartigen Fußball gespielt», freute sich Bayer-Chefcoach Michael Skibbe. «Damit haben wir eine starke Hinrunde toll abgeschlossen.» Als Erster der Gruppe E trifft Leverkusen nun in der Runde der letzten 32 am 13./14. Februar auf einen der sieben Tabellendritten aus anderen Gruppen. Außerdem hat Bayer für das Rückspiel Heimrecht. «Erst auswärts spielen, ist immer ein kleiner Vorteil», meinte Bayer-Sportdirektor Rudi Völler.
Nach dem Ausfall von Stammtorwart René Adler, für den Oberliga- Keeper Benedikt Fernandez aufgeboten wurde, hatte Skibbe seine Rotations-Pläne weitgehend aufgegeben. In der Abwehr schonte er den mit zwei Gelben Karten vorbelasteten Gonzalo Castro für die K.o.- Runde und im Sturm gab er dem Russen Dimitri Bulykin den Vorzug vor Torschützenkönig Theofanis Gekas. Diese Wahl wurde belohnt. Kapitän Carsten Ramelow musste nach seinem Platzverweis in der Partie gegen Spartak Prag ebenso zuschauen, wie der verletzte Bernd Schneider - beide waren aber nach der Partie bei der Weihnachtsfeier in einer Züricher Edel-Diskothek dabei. Die Leverkusen überließen den Schweizer Meister zunächst die Initiative, begannen aber nach einer Viertelstunde die Offensivarbeit zu verstärken. Mit schnellem Erfolg: In der 18. Minute erzielte Vratislav Gresko nach einem Freistoß aus 18 Metern den Führungstreffer. Fünf Minuten später stellte Bulykin mit dem 2:0 die Zeichen auf Sieg. Nationalstürmer Kießling hatte sich den Ball gegen FC-Verteidiger Marc Schneider erkämpft und zu Bulykin gepasst. Um ein Haar wäre vor dem Pausenpfiff sogar noch das 3:0 für den Bundesligisten gefallen, doch Barbarez (33.) traf nach Eckball von Barnetta per Kopf nur die Latte. |