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HSV vor UI-Cup-Rückspiel kämpferisch

Hamburg (dpa) - 27.07.2007, 12:23 Uhr

Huub Stevens (r) und Mittelfeldspieler Piotr Trochowski unterhalten sich in Hamburg beim Training.
Huub Stevens (r) und Mittelfeldspieler Piotr Trochowski unterhalten sich in Hamburg beim Training.

In Hamburg herrscht vor dem entscheidenden UI-Cup-Rückspiel gegen den fast unbekannten FC Dacia Chisinau aus Moldawien schon wieder Fußball-Euphorie.

Das in HSH-Nordbank-Arena umbenannte Stadion ist mit fast 50 000 Besuchern beinahe ausverkauft, Kapitän Rafael van der Vaart fordert volle Konzentration, und im Training gehen sich die Profis fast an die Gurgel. Nach dem trostlosen 1:1 im Hinspiel, in dem sich der Bundesliga-Siebte über die Lauf- und Kampfbereitschaft des Gegners bei über 35 Grad wunderte, soll am 29. Juli die Qualifikation zum UEFA-Cup klar gemacht werden. «Wichtig ist, dass wir eine Runde weiterkommen. Allein darum geht es», lautet die Devise von Trainer Huub Stevens, der nach dem ersten Aufeinandertreffen noch sichtlich schlechter Stimmung gewesen war.

Etwa 90 Prozent Ballbesitz hatte der Niederländer auf Seiten der Norddeutschen ausgemacht. Nur in Tore konnte der HSV die spielerischen Vorteile gegen die «mauernden» Moldawier nicht umwandeln, erst ein Elfmeter von van der Vaart rettete das Unentschieden. Im Training forderte Stevens dieser Tage mehr Engagement und besseres Zweikampfverhalten. Dass Vincent Kompany, der nach achtmonatiger Pause wegen der operierten Achillessehne besonders motiviert ist, die Anweisung zu wörtlich nahm, als er David Jarolim zwei Mal umgrätschte, war nicht geplant. Der Coach trennte die streitenden Kontrahenten und hielt Kompany eine Standpauke. «Das ist doch normal. Wenn wir auch am Sonntag so aggressiv spielen, kommen wir weiter», prophezeit van der Vaart.

Personalprobleme hat der HSV wieder einmal auf der linken Seite, weil das Knie von Juan Pablo Sorin streikt und Stevens auf Thimothee Atouba sauer ist. Atouba will seit Tagen mittrainieren, doch Stevens lässt ihn nicht. Er nimmt dem Kameruner übel, dass der am vergangenen Wochenende wegen angeblicher Verletzung ein Trainingsspiel der Amateure absagte. «Ich will einen gesunden Spieler haben, nicht einen, der nach einem Spiel wieder krank ist», rechtfertigt Stevens seine harte Linie.

Richtig heiß auf seinen ersten Auftritt vor heimischer Kulisse ist Neuzugang Mohamed Zidan. Der einzige hochkarätige Einkauf (5,8 Millionen Euro) will beweisen, dass er nicht nur bei kleinen Vereinen wie Mainz 05 Erfolg haben kann. «Druck bin ich gewohnt. Ich habe eine große Chance und werde sie nutzen», sagt der 25 Jahre alte Ägypter, der sich nach seiner Leistenoperation schon in Testspielen in Torschusslaune zeigte. «In Hamburg ist alles größer als in Mainz, hier muss ich seriöser sein», meint er.


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