FC Sevilla: Außenseiter gibt Fußballwelt Rätsel auf
Madrid (dpa) - 15.05.2007, 10:53 Uhr
Sevillas Renato (l) feiert mit seinen Mannschaftskollegen einen weiteren Sieg.
Die jüngsten Erfolge des FC Sevilla geben den Fußballexperten so manches Rätsel auf. Der UEFA-Pokalsieger gehört in Spanien nicht zu den großen Vereinen. Der Club musste sich seine besten Spieler immer wieder von der Konkurrenz abjagen lassen. Dennoch erreichte Sevilla zum zweiten Mal hintereinander das Finale des UEFA-Cups, steht im spanischen Pokalendspiel und kann sogar noch Meister werden. Der 102 Jahre alte FC Sevilla gehörte zu den Gründungsmitgliedern der Primera División, musste aber mehrere Jahre in der 2. Liga kicken. Der Grundstein für den Erfolg wurde nach dem Aufstieg im Jahr 2001 gelegt. Damals begannen die Sevillaner, mit Geduld einen spielstarken Kader aufzubauen. Zuletzt konnten sie es sich sogar leisten, auf dem Transfermarkt renommierte Spieler wie die Bundesliga-Profis Christian Poulsen (FC Schalke 04) oder Andreas Hinkel (VfB Stuttgart) zu verpflichten.
Zu den Stützen des Teams gehören der laufstarke Rechtsverteidiger Daniel Alves, der eisenharte Abwehrchef Javi Navarro und der lange Torjäger Frédéric Kanouté. Im vorigen Jahr gewannen die Sevillaner neben dem UEFA-Pokal auch den europäischen Supercup. Sie wurden bisher einmal spanischer Meister (1946) und drei Mal Pokalsieger (1935, 1939, 1948). In seiner bewegten Geschichte hatte der Verein so berühmte Fußballer in seinen Reihen wie Diego Maradona, Bebeto oder Toni Polster sowie Trainergrößen wie Helenio Herrera, Max Merkel oder Luis Aragonés.
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