Bayer 04 gegen Lens zum Sieg verdammt
Leverkusen (dpa) - 13.03.2007, 15:20 Uhr
Der Einsatz von Bayer-Kapitän Carsten Ramelow gegen Lens ist nicht gesichert.
Bayer 04 Leverkusen will mit Torwart-Aufsteiger René Adler im Rücken und dem Aufwind in der Bundesliga mit einem Sieg gegen den SC Lens ins Viertelfinale des UEFA-Cups einziehen. «Wir haben mit den Blackburn Rovers einen englischen Premier Club ausgeschaltet. Deshalb haben wir gegen Lens keine Angst», sagte Bayer-Sportdirektor Rudi Völler, dessen Werksclub nach dem 1:2 im Hinspiel aber zum Sieg verdammt ist. «Die Franzosen haben eine kleinen Vorteil. Es wird schwer, aber es ist machbar», meinte auch Leverkusens Chefcoach Michael Skibbe. Etwas skeptischer blickt Bayer-Geschäftsführer Wolfgang Holzhäuser dem Rückspiel gegen den französischen Tabellen-Zweiten entgegen. «Natürlich ist das 1:2 kein schlechtes Ergebnis, aber ein 1:1 wäre besser gewesen», meinte er. Schließlich stehe der RC Lens in der französischen Liga, die stärker als die Deutsche sei, souverän an zweiter Stelle. «Außerdem haben die Franzosen in dieser Saison schon 41 Tore geschossen, was zeigt, dass sie auch auswärts stark sind.»
Diese Einschätzung teilen Völler und Skibbe. «Lens spielt auswärts meistens taktisch geschickter und kann auf sehr schnelle Stürmer bauen», urteilte Skibbe, der vor allem Hinspiel-Torschütze Olivier Monterrubio und Stürmer Aruna Dindane im Blick hat. Diese will er aber in der BayArena erst gar nicht zur Entfaltung kommen lassen: «Im eigenen Stadion werden wir mehr Druck entfachen.» Der Einzug in die Runde der letzten Acht wäre für den UEFA-Cup-Gewinner von 1988 der größte Erfolg in diesem Wettbewerb seit sieben Jahren. «Es würde einen enormen Imagegewinn bringen. Das Erreichen des Viertelfinals wäre der Vorstoß in die Elite des UEFA-Pokals», hofft Holzhäuser, der damit zudem «die Phase, in der wir finanziell Gewinn machen können» erreichen würde. Verständnis hat er dafür, dass einige seiner Profis sogar vom Finale am 16. Mai in Glasgow träumen, wo die Leverkusener 2002 im Champions-League-Endspiel gegen Real Madrid (1:2) verloren: «Wenn man nicht mehr träumen darf, wäre es schlimm. Außerdem haben wir in Glasgow noch etwas gut zu machen.» |