Für ausschweifenden Jubel fehlte die Energie, dennoch war die Stimmung beim Fußball-Bundesligisten Bayer Leverkusen glänzend.
Durch den geglückten Kraftakt im UEFA-Cup hat die Mannschaft rechtzeitig wieder in die Erfolgsspur gefunden und neuen Mut für internationale wie nationale Aufgaben gefunden. «Viele hatten uns nach zuletzt enttäuschen Leistungen schon abgeschrieben, wir haben aber den Kampf angenommen», sagte Bayer-Kapitän Carsten Ramelow nach dem 0:0 beim englischen Premier-League-Club Blackburn Rovers, mit dem die Mannschaft das Achtelfinale erreicht hat. «Das war ein Sieg der Taktik und des Willens, an den wir anknüpfen müssen», meinte Torwart Jörg Butt.
Nach dem 3:2-Erfolg im Hinspiel genügte Leverkusen in Blackburn eine Nullnummer, um erstmals nach fünf Jahren wieder in die Runde der letzten 16 eines europäischen Wettbewerbs einziehen zu können. Beim Kräftemessen im Ewood Park überzeugte vor 25 124 Zuschauern die gut organisierte Bayer-Defensive, die den Angriffsbemühungen der Rovers viel Leidenschaft entgegensetzte und den Hausherren nur wenige Freiräume gestattete. «Das war ein toller Europacup-Abend, wir haben gut gestanden und sind in der Summe beider Spiele verdient weitergekommen», sagte Michael Skibbe. «Fußballerisch müssen wir künftig allerdings besser agieren», meinte der Bayer-Trainer.
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Im Achtelfinale tritt der Bundesligist am 8. März zunächst beim französischen Vertreter RC Lens an. Das Rückspiel steigt am 14./15. März in Leverkusen und beschert dem Verein einen Geldregen. «Ab jetzt wird der Wettbewerb für uns auch finanziell interessant, an den TV- Rechten können wir gut verdienen», sagte Geschäftsführer Wolfgang Holzhäuser, der mit einer Summe im «höheren sechsstelligen Bereich» kalkuliert. An UEFA-Prämien hat Bayer bislang 270 000 Euro eingespielt. Die nächste sportliche Aufgabe ist indes schwierig zu lösen. Lens ist Zweiter in Frankreich und hat absolutes Top-Niveau. «Allerdings ist alles, was jetzt noch im UEFA-Cup auf uns zukommt, schwierig», sagte Sportchef Rudi Völler, der in Blackburn «eine tolle Schlacht» gesehen hat.