HSV nach Erfolg im UEFA-Cup im Hoch
Hamburg (dpa) - 24.02.2006, 12:39 Uhr
Die HSV-Spieler feuern den 2:0-Erfolg über den FC Thun.
Ins UEFA-Cup-Achtelfinale vorgeprescht, das Comeback der Leitfigur Rafael van der Vaart gefeiert und die Vereinskasse mit einer weiteren Millioneneinnahme aufgepäppelt: Der Hamburger SV wird wieder von einem imposanten Stimmungshoch getragen. «Wir können stolz sein auf das, was hier wächst. Und wir sind noch lange nicht am Ende des Weges», sagte Trainer Thomas Doll nach dem 2:0 im Rückspiel der Zwischenrunde gegen den Schweizer Fußball-Erstligisten FC Thun. Der Coach will mit seiner Mannschaft an jene Fußball-Festtage anknüpfen, mit denen der Verein in der Hinrunde seine Fans begeistert hatte. Zwar fehlen noch Spielkultur und Angriffsschwung des Vorjahres, doch das Selbstbewusstsein, das zuletzt etwas gelitten hatte, ist wieder intakt. «Mit dem Erfolg werden die Beine leichter», meinte Doll. Gemessen an dem warmen Geldregen, der auf einen Champions-League-Teilnehmer niederprasselt, sind die Einnahmen des HSV im UEFA-Cup beinahe «Peanuts». Im Achtelfinale gegen Hertha-BSC-Bezwinger Rapid Bukarest am 9. und 16. März dürfen sich die Hamburger auf rund 1,3 Millionen Euro freuen. Einschließlich UI-Cup haben die Norddeutschen in bislang 16 Spielen rund 4,7 Millionen Euro kassiert. Davon gehen allerdings alle Kosten für Prämien, Auswärtsreisen, Catering und Stadionordnungsdienst ab.
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Der HSV sammelt gewissermaßen die «kleinen» Millionen auf der UEFA-Bühne ein. Die großen tragen Bayern München und Werder Bremen zur Bank: 25 bis 30 Millionen Euro erwartet der Rekordmeister an Vergütungen für seine Auftritte in dieser Champions-League-Saison. Werder Bremen steht dem Bundesliga-Krösus nur unwesentlich nach. Vor diesem Hintergrund will der HSV seinen zweiten Tabellenplatz in der Bundesliga mit Klauen und Zähnen verteidigen. Die Defensive der Mannschaft scheint dafür gerüstet. Insbesondere Kapitän Daniel van Buyten nimmt nicht nur wegen seiner Größe von 1,96 Metern eine herausragende Stellung ein. Mit seinen beiden Treffern gegen den FC Thun bewies der Abwehrchef auch Torjägerqualitäten. «Wenn der erst mal ins Rollen kommt, ist er nicht mehr aufzuhalten», lobte Doll seinen an Leistungsbreitschaft kaum zu überbietenden Kapitän. «Daniel van Buyten ist die Galionsfigur, die für die Entwicklung des HSV steht. Seine Verpflichtung war der entscheidende Schritt für den Aufbruch», sagte der Vereinsvorsitzende Bernd Hoffmann und wies damit dem Belgier eine größere Bedeutung zu als Rafael van der Vaart. Der Niederländer hatte gegen Thun für einen anderen großen Moment gesorgt. Sein Comeback nach 82-tägiger Verletzungspause wurde von den 40 200 Zuschauern in der AOL-Arena euphorisch gefeiert. «Das war ein Supergefühl», sagte der 23 Jahre alte Nationalspieler, der am Sonntag gegen Stuttgart erneut einen Kurzeinsatz erhält. Seinen ersten Vollzeit-Job seit der Operation an beiden Füßen soll er dann eine Woche später bei Bayern München ausüben.
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