Klarer Aufwärtstrend beim VfB trotz UEFA-Cup-K.o.
Middlesbrough (dpa) - 24.02.2006, 11:47 Uhr
Stuttgarts Zvonimir Solodo (l) nimmt Gaizka Mendieta den Ball ab.
Trotz des bitteren UEFA-Cup-K.o. beim FC Middlesbrough ist der noch vor kurzem spielerisch mausetote VfB Stuttgart plötzlich wieder quicklebendig. «Wir sehen so langsam wieder den alten VfB, so wie ich ihn kenne», beschrieb Markus Babbel die wundersame «Wiederauferstehung» des einstigen Erfolgsmodells der «Jungen Wilden» unter dem längst zum FC Bayern München abgewanderten Trainer Felix Magath. «Auf dem lässt sich aufbauen», sagte dessen Nach-Nach-Nachfolger Armin Veh. Teammanager Horst Heldt erkannte beim schwäbischen Fußball-Bundesligisten einen «klaren Aufwärtstrend». Auch wenn der 1:0 (1:0)-Sieg der Stuttgarter durch Christian Tifferts frühen Treffer (13. Minute) wegen der 1:2-Hinspielpleite nicht zum erhofften Mirakel von Middlesbrough reichte, machte der phasenweise brillante Auftritt Mut für die weitere Saison und Lust auf mehr VfB. Veh ist auf dem besten Weg, die von seinem prominenten, aber kläglich gescheiterten Vorgänger Giovanni Trapattoni aufgetürmten sportlichen Trümmer aus dem Weg zu räumen.
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Mit hoher Laufbereitschaft und flüssigen Kombinationen ließ der VfB dem englischen Premier-Ligisten trotz widriger Platzverhältnisse keinerlei Chance zur Entfaltung. «So bitter das Ausscheiden auch ist, das war absolut die beste Halbzeit in dieser Saison», schwärmte Heldt von der Vorstellung beim ersten Stuttgarter Sieg auf der Insel. «Das muss uns Mut geben für die schwere Partie in Hamburg.» Trotz des Frusts über das verpasste Achtelfinale freute sich Veh über die «Klasseleistung» vor dem Wechsel: «Wir haben gezeigt, dass wir gut Fußball spielen können.» «Man merkt die Handschrift des Trainer», strich der unter dem Neuen langsam wieder alte Form zurückgewinnende Nationalverteidiger Andreas Hinkel Vehs Verdienste heraus. «Wir sind auf einem guten Weg.» Auch seine Teamkollegen lobten die Früchte tragende Arbeit des besonnenen und bescheidenen Augsburgers. Zudem trauen sich immer mehr, die offensichtlich unzulängliche Konditionsarbeit und Taktikschulung Trapattonis offen zu kritisieren. |