Bayer-Coach als Optimist: «Wir sind die, die nie aufgeben»

Leverkusen (dpa) - 16.03.2016, 12:54 Uhr
Bayer-Coach als Optimist: «Wir sind die, die nie aufgeben»
Leverkusens Trainer Roger Schmidt ist vor dem Rückspiel gegen Villarreal optimistisch. Foto: Guido Kirchner

Mit einer Offensive der starken Worte macht sich Bayer Leverkusen Mut. «Wir wollen etwas Großes schaffen», kündigte Torwart Bernd Leno vor dem Achtelfinal-Rückspiel der Europa League am Donnerstag (19.00 Uhr) gegen den FC Villarreal vollmundig an.

«Wenn es jemand schafft, dann wir», tönte Jung-Profi Julian Brandt trotz der 0:2-Niederlage beim spanischen Tabellenvierten vor einer Woche. Auch Nationalspieler Karim Bellarabi glaubt: «Es ist noch alles drin.»

Wirklich? Der Sieg gegen den Hamburger SV (1:0) nach zuvor vier Bundesligapartien ohne Erfolg hat gut getan, war jedoch noch kein spielerischer Befreiungsschlag für die seit Wochen durch ungewöhnlich viele Verletzte geschwächte Fußball-Werkself. «Das wird schwierig. Ich bin aber überzeugt, dass wir in der Lage sind, aufzuholen», meinte Stürmer Stefan Kießling. «Doch da muss alles passen.»

Einen perfekten Abend braucht es sicher, auch wenn Villarreal beim 2:4 in der Primera Division beim FC Sevilla zuletzt gepatzt hat. Doch Vorsicht! Wieder war Villarreal-Torjäger Cédric Bakambu brandgefährlich, schaffte wie im Hinspiel gegen die Leverkusener einen «Doppelpack». Bei einem Gegentor in der BayArena dürfte die Aussicht auf ein Bayer-«Wunder» und den ersten Einzug in ein Europacup-Viertelfinale seit acht Jahren vorbei sein.

«Wir sind noch nicht ausgeschieden. Gerade zu Hause können wir Außergewöhnliches schaffen», stimmte Trainer Roger Schmidt in den Chor der Bayer-Optimisten ein. «Ich hoffe auf ein großes Spiel.» Allerdings müsse «ein absolutes Topspiel» gelingen, um Villarreal mit drei Toren Unterschied zu besiegen. «Das werden wir versuchen, und das 1:0 gegen den HSV beflügelt uns hoffentlich.»

Bayer hat manches Duell und Spiel unter Schmidts Regie gedreht. So gelang in der Europa-League-Qualifikation nach dem 0:1 bei Lazio Rom ein 3:0. Und in der Liga machte der Tabellensiebte in Augsburg aus einem 0:3 ein 3:3. «Wir sind die, die nie aufgeben», betonte Schmidt.

Allerdings war gegen spanische Clubs im Europacup oft vorzeitig Endstation: 1997/98 gegen Real Madrid, 2006/07 gegen CA Osasuna (jeweils Viertelfinale), 2010/11 gegen Villarreal, 2011/12 gegen den FC Barcelona und 2014/15 gegen Atlético Madrid (jeweils Achtelfinale). Nicht nur deshalb werden es die Werkskicker, die in fünf Englischen Wochen elf Spiele bestritten, physisch und mental ausgelaugt sind, schwer haben. «Der Substanzverlust ist groß», stellte Schmidt fest.

Hinzu kommt das große Verletzungspech und die damit kaum noch mögliche Rotation. Nachdem sich Abwehrchef Ömer Toprak gerade von einer Blessur erholt hatte, muss er gegen Villarreal erneut passen. Da Rechtsverteidiger Tin Jedvaj gesperrt fehlt, ist vor allem die Besetzung der Defensive problematisch. Wahrscheinlich wird der 19-jährige Benjamin Henrichs rechts außen spielen. Neben Jonathan Tah dürfte Kyriakos Papadopoulos im Abwehrzentrum stehen, Wendell dürfte links verteidigen.

Schmidt hofft, dass mit «Herz, Leidenschaft und Kampfgeist» ein Aufbäumen gegen die Spanier möglich ist. «Wir werden alles probieren und reinhauen», versprach Sportdirektor Rudi Völler.

Vorbericht zum Spiel auf Bayer-Homepage

Daten und Fakten zum Spiel auf uefa.com

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