UEFA-Cup: Tiefschläge für Liverpool, Rom und Barca
Hamburg (dpa) - 26.03.2004, 13:01 Uhr
AS Roms Francesco Totti behauptet gegen seinen Gegenspieler den Ball.
Selbst die für ihre markigen Überschriften bekannten italienischen Gazetten übten Nachsicht mit dem AS Rom. Fünf Tage nach dem skandalösen römischen Stadtderby kommentierten sie das Ausscheiden des Vorjahres-Finalisten aus dem UEFA-Pokal vergleichsweise milde. «Roma ist k.o. - Europa ist vorbei», titelte die «Gazzetta dello Sport». Dass es auf den Rängen diesmal friedlich geblieben war, ließ die Cup-Pleite trotz des 2:1-Erfolgs im Rückspiel gegen den FC Villarreal erträglich erscheinen. «Wir haben einfach Pech gehabt», sagte Trainer Fabio Capello. Tatsächlich hatte seine Mannschaft durch Tore von Emerson (10.) und Antonio Cassano (51.) den Rückstand aus dem Hinspiel aufgeholt. Doch dann traf der 34-jährige Sonny Anderson und machte Roms Träume zunichte. «Wir sind rausgeflogen für eine halbe Chance», meinte Capello. Doch die reichte dem brasilianischen Nationalspieler, um die Spanier mit dem 1:2 in der 66. Minute ins Viertelfinale zu schießen. Dort ist am 8. und 14. April Celtic Glasgow der Gegner.
Die Schotten schockten den ruhmreichen FC Barcelona, der sich auf dem Wege der Besserung glaubte. Nach dem 0:1 vor zwei Wochen verabschiedete sich Barca allerdings mit einem 0:0 vor heimischem Publikum aus dem internationalen Geschäft. «Ein schwerer Rückschlag», schrieb «Sport» über die Katalanen, die nach neun Siegen nacheinander in der Liga nur noch sechs Punkte hinter Real Madrid liegen. «Das Aus ist eine große Enttäuschung. Es wird aber keine Folgen für unseren Kampf um die Meisterschaft haben», sagte Trainer Frank Rijkaard. Held des Abends war Celtics Ersatztorwart David Marshall. Die Paraden des 19-Jährigen wurden von 5000 Schotten gefeiert. 14 000 Fans hatten keine Karten bekommen und «tranken derweil Barcelonas Biervorräte leer», wie der spanische Rundfunk berichtete. |