VfB trifft auf Kuranyi-Club aus Moskau - «Hammer-Los»
Stuttgart (dpa) - 10.08.2012, 16:16 Uhr
Kevin Kuranyi: «Das ist ein kleines Heimspiel für mich». Foto: Yuri Koschetkow
In den Play-off-Spielen zur Europa League trifft der VfB Stuttgart ausgerechnet auf seinen früheren Stürmerstar Kevin Kuranyi und dessen Club Dynamo Moskau. «Das ist ein kleines Heimspiel für mich», sagte der 30 Jahre alte Ex-Nationalspieler, der aus der VfB-Jugend stammt. «Das ist ein Hammer-Los, der schwerste Gegner in unserem Lostopf», sagte VfB-Trainer Bruno Labbadia nach der Auslosung im schweizerischen Nyon. «Da erwartet uns eine interessante Aufgabe. Aber wir wollen unbedingt die Gruppenphase erreichen.» Die Stuttgarter Fans werden bei der Rückkehr ihres Clubs auf die europäische Fußball-Bühne mit dem Hinspiel am 23. August in der Mercedes-Benz-Arena besonders auf den aus der VfB-Jugend stammenden Ex-Nationalspieler Kuranyi blicken. Der 30-Jährige erzielte zwischen 2001 und 2005 in 99 Spielen 40 Tore für den Bundesligisten und startete bei den Schwaben seine Nationalelf-Karriere.
Entsprechend hoch ist Kuranyis Vorfreude. «Ein Spiel gegen den VfB - das ist überragend», erklärte der Dynamo-Kapitän nach der Auslosung. «Der VfB ist ein schwerer Gegner. Aber wir sind stark genug, um weiterkommen zu können.» Mit Blick auf die erste Partie meinte der Stürmer: «Das ist ein kleines Heimspiel für mich. Die Roten bleiben immer ein besonderer Verein für mich.» Am 30. August muss der VfB dann in Moskau antreten. Der Sieger steht in der Gruppenphase des europäischen Wettbewerbs, die am 20. September beginnt. Dynamo hatte in der 3. Qualifikationsrunde der Europa League den schottischen Vertreter Dundee United souverän ausgeschaltet. Zwar blicken die Moskauer mit elf Meistertiteln in der ehemaligen Sowjetunion auf eine erfolgreiche Vergangenheit zurück, doch in der Gegenwart lassen die Erfolge trotz hoher Investitionen noch auf sich warten. Nachdem sie 2009 Kuranyi vom FC Schalke 04 in die russische Hauptstadt gelotst und im vergangenen Jahr den früheren Wolfsburger Zvjezdan Misimovic verpflichtet hatten, gaben sie in diesem Sommer rund 19 Millionen Euro für den ungarischen Nationalspieler Balász Dzsudzsák aus. Von Eintracht Frankfurt holte Dynamo den kroatischen Nationalspieler Gordon Schildenfeld. Dennoch ging der Saisonstart mit null Punkten aus drei Spielen und dem letzten Tabellenplatz daneben. |