Kalkuliert haben die Niedersachsen erneut nicht mit Europa-League-Millionen. Ein Aus gegen den klaren Außenseiter aus Dublin hätte somit «nur» einen Imageschaden zur Folge. «Sportlich wäre das natürlich inakzeptabel», gab Kind den Spielern daher mit auf den Weg auf die grüne Insel. Für die ist ein Scheitern ohnehin undenkbar. «Die Gruppenphase ist das Minimalziel», verkündete Pinto. Wie schon im vergangenen Jahr, als Hannover als Außenseiter den spanischen Spitzenclub FC Sevilla ausschaltete, müsste auch diesmal wieder die Qualifikation in zwei Playoffspielen (23. und 30. August) perfekt gemacht werden - ein Weiterkommen gegen St. Patrick's vorausgesetzt. Vor dem ersten Pflichtspiel gegen den achtmaligen irischen Champion schürte Angreifer Jan Schlaudraff die Hoffnungen der 96-Fans auf eine erneut starke Saison mit vielen Highlights. «Wir haben in den letzten zwei Jahren gute Leistungen abgeliefert. Das wollen wir auch in dieser Saison tun», versprach der Ex-Nationalspieler, und Trainer Mirko Slomka pflichtete via «Kicker» bei: «Die Reise durch Europa stand für unsere Fans an erster Stelle. Ich wünsche mir, dass es so weitergeht.» Im frühen Pflichtspielstart sieht der Coach auch einen Vorteil im Vergleich zur Bundesliga-Konkurrenz. «Ich bin froh darüber. Keine langgezogene Vorbereitung, so kommen wir gut in den Rhythmus», sagte Slomka, der noch auf die Neuzugänge Felipe (Muskelfaserriss) und Adrian Nikci (Trainingsrückstand) sowie Stürmer Mame Diouf (Reha) verzichten muss. Dagegen steht Leon Andreasen über zwei Jahre nach seinem bislang letzten Spiel für 96 vor dem Comeback. Der verletzungsanfällige Däne ist gar ein Kandidat für die Startelf. Die voraussichtlichen Aufstellungen: St. Patrick's: Clarke - O'Brien, Kenna, Browne, Bermingham - Russell, Chambers, Bolger - O'Connor, Fagan, Forrester Hannover 96: Zieler - Cherundolo, Haggui, Eggimann, Schulz - Andreasen (Schmiedebach), Pinto - Stindl, Huszti - Schlaudraff, Abdellaoue Schiedsrichter: Tamás Bognar (Ungarn)
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