Schließlich steht für den Bundesliga-Dritten zum Hinrundenabschluss das schwere Heimspiel gegen Verfolger Werder Bremen an. «Wir müssen an uns selbst denken. Ich bin Trainer von Schalke 04 und verantwortlich dafür, die Mannschaft für das Spiel gegen Bremen fit zu bekommen», hatte Stevens den Verzicht auf einige Topspieler erläutert. Der erst im Oktober verpflichtete Torhüter Hildebrand feierte im Kiryat-Eliezer-Stadion als Vertreter von Lars Unnerstall einen gelungenen Einstand bei den Schalker Profis. Allerdings wurde der 32 Jahre alte Ex-Nationalkeeper von den Israelis kaum geprüft. Zudem stand die von Höwedes gut organisierte Vierer-Abwehrkette sicher. Schalke erwischte einen Start nach Maß. Nur vier Minuten nachdem Jurado (3.) aus 16 Metern das Haifa-Tor knapp verfehlt hatte, sorgten die Israelis selbst für die frühe Führung des Revierclubs. Innenverteidiger Buljat rutschte in eine scharfe Hereingabe des fleißigen Huntelaar-Ersatz Marica und überwand seinen eigenen Torhüter Bojan Saranov. Im offensiven Mittelfeld zogen Alexander Baumjohann und Julian Draxler die Fäden und stießen immer wieder mit in die Spitze. Draxler (26./35.) hätte die Führung bereits vor der Pause ausbauen können, war bei seinen Torschüssen aber zu unentschlossen. Angesichts der klaren spielerischen Überlegenheit konnte es sich Eichkorn in der zweiten Hälfte sogar leisten, den leicht angeschlagenen Höwedes (58.) und Draxler (65.) vom Platz zu nehmen. So durften die Regionalliga-Amateure Sabah und Wiegel sogar noch Europapokalluft schnuppern. Dabei wäre der 19 Jahre alte Sabah fast noch zum Pechvogel geworden, als er den Handelfmeter verschuldete. Doch Hildebrand konnte sich mit seiner Parade noch auszeichnen und hielt Schalke auf Siegkurs. «Beim Elfmeter hatte ich ein gutes Gefühl. Ich habe mich früh auf eine Ecke festgelegt», sagte Hildebrand.
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