«So wie die Bayern zurzeit spielen, muss man das angehen», forderte Sergio Pinto. Der angestrebte Sieg steht natürlich für die Profis im Mittelpunkt, aber der besondere Reiz dieses Trips ist auch den Spielern klar. Eine solche Reise gehöre zu den «schönen Momenten der Europa League», sagte Schlaudraff: «Wann kommt der Normalmensch schon mal nach Poltawa?» Vor 16 Uhr musste die Delegation aus Hannover landen, denn die kurze Piste in der Provinzstadt ist nicht beleuchtet. «Der Flughafen ist international nicht anerkannt», erklärte 96-Pressesprecher Alex Jacob. Die Einreise-Formalitäten mussten schon beim Zwischenstopp in der zweitgrößten ukrainischen Stadt Charkow erledigt werden. Poltawas Trainer Nikolai Pawlow hat großen Respekt vor den 96ern. «Wir haben viele Informationen über sie gesammelt, aber das wird unser bislang stärkster Gegner», sagte er. «Ich hoffe, dass sie nicht so stark hierherkommen, sonst wird es sehr schwierig für uns.» Sportlich wisse «jeder, was auf ihn zukommt und gegen wen er spielen muss», sagte Schmadtke. Poltawa wurde in der einheimischen Liga und im Europa-League-Spiel in Kopenhagen (0:1) von 96-Mitarbeitern beobachtet. Jeder Spieler hat eine DVD erhalten, um sich vorzubereiten. «Wir kennen sie jetzt einigermaßen», berichtete der Manager. «Natürlich ist Poltawa der unbekannteste Gegner», sagte Schlaudraff, dessen Team im ersten Gruppenspiel gegen Standard Lüttich ein 0:0 erreicht hatte. Der Stürmer hat aber einigen Respekt vor den Ukrainern: «Sie haben mit wenig Mitteln viel erreicht.» Zur sportlichen Situation des eigenen Clubs sagte er: «Es ist wichtig, dass wir nicht verlieren. Wir wollen in die nächste Runde, aber es ist eine sehr ausgeglichene Gruppe. Es muss alles passen, um weiterzukommen.»
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