Madrid (dpa) - Da hatte er sich als neuer deutscher Meister und DFB-Pokalsieger gerade an das Gewinnen gewöhnt, schon musste er sich mal wieder mit dem zweiten Platz begnügen. Wie schon beim Champions- League-Finale 2002 mit Bayer Leverkusen blieb Jörg Butt mit dem FC Bayern nur der «Vize»-Titel.
Als Inter Mailand schon feierte, kam José Mourinho zur Münchner Mannschaft. Bei Butt blieb er besonders lange stehen. «Er hat mir gratuliert und gesagt, dass man ein Sieger ist, wenn man zweimal das Finale erreicht. Ich werde versuchen, es ein drittes Mal zu schaffen», sagte der 35-Jährige. Im Finale von Madrid war der WM-Zweite von 2002 bei beiden Toren von Diego Milito machtlos. «Vorne ist Inter mit Weltklassespielern besetzt, die das sehr gut gemacht haben. Man muss fairerweise sagen: Inter hat verdient gewonnen», versicherte Butt.
Dafür war er bei einer Großchance von Wesley Sneijder auf dem Posten (43.) und verhinderte auch gegen Goran Pandev (47.) ein vorzeitiges 0:2. Butt war der beste Münchner. Das einzig Gute für ihn war, dass er noch einmal unterstreichen konnte, völlig zurecht im deutschen WM-Aufgebot zu stehen.