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«Mourinho-Mania» in Madrid - Inter-Team steht

Madrid (dpa) - 20.05.2010, 15:47 Uhr

Jose Mourinho spricht bei einer Pressekonferenz über das bevorstehende Finale.
Jose Mourinho spricht bei einer Pressekonferenz über das bevorstehende Finale.

Schon vor dem Anpfiff des Champions League- Finals gegen Bayern München steht es schon 1:0 für Inter-Trainer José Mourinho. Während sich Spaniens Medien noch kaum für das Endspiel in Madrid und den deutschen Rekordmeister interessieren, beherrscht der als neuer Trainer von Real Madrid gehandelte Portugiese die Schlagzeilen.

Die mediale «Mourinho-Mania» in Madrid stellt das Finale um Europas Fußballkrone beinahe in den Schatten. Gekonnt füttert der 47-Jährige die Medien mit Stoff für neue Mourinho-Geschichten: «Ich hoffe, dass im Bernabéu-Stadion alle Real- Fans auf unserer Seite sind», sagte Mourinho gleich bei der Ankunft der Mailänder auf dem Madrider Flughafen. Da klang der mit seinem Team von einigen hundert italienischen Fans empfangene Mourinho tatsächlich schon wie der designierte neue Real-Trainer.

Dass «Mou» mit dem italienischen Meister und Pokalsieger in Madrid dann auch noch ausgerechnet ins Real-Stammhotel zog, werteten Spaniens Sportgazetten als klares Signal: Mourinho mache sich möglicherweise schon mit seiner künftigen Wirkungsstätte vertraut - als habe der für seine geradezu pedantische Spielvorbereitung bekannte Coach nichts anderes zu tun.

Für den späten Nachmittag bestellte Mourinho sein Team im Real-Trainingszentrum «Parque de Valdebebas» zum ersten Training unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Italiens Gazetten glauben Bayerns Gegner dennoch schon zu kennen: Ein 4-2-3-1-System werde Mourinho den Bayern entgegenstellen, berichtete die «Gazzetta dello Sport».

Vor Torwart Julio Cesar würden in der zentralen Verteidigung Ex- Bayer Lucio und Walter Samuel spielen. Auf den Außen erwartet Italiens größte Sporttageszeitung Maicon und Cristian Chivu. Vor der Viererabwehrkette sollen Kapitän Javier Zanetti und Esteban Cambiasso den Bayern-Sturm um den auch in Mailand gefürchteten Arjen Robben stören. Im offensiven Mittelfeld sollen dann Goran Pandev, der zuletzt überragende Wesley Sneijder und Samuel Eto'o Inters einzige echte Sturmspitze Diego Milito in Szene setzen.

«Wir sind bereit und hochmotiviert für ein großartiges Finale», kündigte Inter-Kapitän Javier Zanetti an. Vor allem die «Heimkehrer» wollen an ihrer alten Wirkungsstätte ein großes Spiel zeigen: Bayern-Star Robben sowie die Inter-Profis Samuel, Sneijder, Cambiasso und Eto'o hatten früher alle schon einmal bei Real unter Vertrag gestanden.


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