Das Finale der Champions League zwischen Bayern München und Inter Mailand im Madrider Bernabéu-Stadion stößt bei den spanischen Fußballfans bislang nur auf wenig Interesse. Zwei Tage vor der Partie in der spanischen Hauptstadt findet das Endspiel kaum Niederschlag in den lokalen Medien.
Das Interesse konzentriert sich fast ausschließlich auf den Inter-Trainer José Mourinho, der in Spanien als künftiger Trainer von Real Madrid gehandelt wird. Mourinho bezog mit dem italienischen Meister in Madrid ausgerechnet in dem Hotel Quartier, in dem normalerweise die «Königlichen» vor wichtigen Spielen ihre Profis zusammenziehen. Ihr Training für das Finale absolvieren die Mailänder auf dem Vereinsgelände von Real. Dies wurde in der Madrider Presse als ein Signal gewertet, dass der portugiesische Coach sich möglicherweise mit seiner künftigen Wirkungsstätte vertraut machen will.
Die Madrilenen feiern beim Finale ein Wiedersehen mit mehreren alten Bekannten. Der FC-Bayern-Stürmer Arjen Robben sowie die Inter-Profis Walter Samuel, Wesley Sneijder, Esteban Cambiasso und Samuel Eto'o hatten alle schon einmal bei Real unter Vertrag gestanden. Robben erklärte kürzlich auf der Internetseite der Europäischen Fußball-Union (UEFA): «Ich muss in Madrid niemandem etwas beweisen. Es geht allein darum, den Titel zu gewinnen. Wenn ich ein grausames Spiel abliefere und wir trotzdem gewinnen, soll mir das völlig recht sein.»