München (dpa) - Drei Tage vor dem Champions-League-Finale gegen Inter Mailand hat Bayern Münchens Präsident Uli Hoeneß Erfolgs-Trainer Louis van Gaal erneut gelobt. Gleichzeitig wies er auf einen entscheidenden Unterschied zur Arbeit von Jürgen Klinsmann hin.
«Das was wir hier jetzt erlebt haben ist ein Fußball-Lehrer, der dieser Mannschaft, diesem Verein eine Handschrift verpasst hat, der Fußball gelehrt hat. Es gab ja Leute, die haben gesagt, ich möchte Jeden jeden Tag besser machen und es gibt jetzt einen, der hat das umgesetzt. Fast jeder Spieler hat sich sehr stark verbessert» sagte Hoeneß in München.
Der Präsident nannte zwar selbst nicht den Namen des Ex-Trainers, aber Klinsmann war seinerzeit mit der immer wieder zitierten Devise angetreten, jeden Spieler jeden Tag besser machen zu wollen. Das Projekt scheiterte spektakulär im April 2009.
Gute Karten sieht Hoeneß beim Streben des Clubs, Franck Ribéry über den bis zum 30. Juni 2011 laufenden Vertrag hinaus an den Fußball-Rekordmeister zu binden. «Er hat gemerkt, was es heißt, eine Familie als Arbeitgeber zu haben und ich denke schon, dass Advantage Bayern München sich entwickelt hat», sagte Hoeneß nach dem engagierten Einsatz des Vereins vor dem Internationalen Sportsgerichtshof CAS. In Lausanne war der FC Bayern mit seinem Einspruch gegen die Finalsperre Ribérys nach dessen Roter Karte gescheitert.