Keine Gnade für Ribéry: In Madrid gesperrt
München (dpa) - 05.05.2010, 18:24 Uhr
Franck Ribéry auf dem Weg zur Verhandlung im UEFA-Gebäude.
Keine Gnade für Frank Ribéry: Ohne seinen französischen Mittelfeld-Antreiber muss der deutsche Fußball- Rekordmeister FC Bayern München das Finale in der Champions League gegen Inter Mailand angehen. Die Europäische Fußball-Union (UEFA) wies im schweizerischen Nyon den Einspruch der Münchner gegen die Sperre von drei Spielen ab. «Das Urteil ist viel zu hart», sagte Bayerns Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge dem TV-Sender «Sport1» enttäuscht. Damit muss Bayern-Coach Louis van Gaal am 22. Mai in Madrid auf den französischen Nationalspieler verzichten. Ribéry hatte vor zwei Wochen im Halbfinal-Hinspiel gegen Olympique Lyon (1:0) die Rote Karte gesehen und deshalb bereits im Rückspiel in seiner Heimat gefehlt. Allerdings will der FC Bayern weiter um Ribérys Einsatz kämpfen und den Internationalen Sportgerichtshof (CAS) einschalten.
Auch der persönliche Einsatz von Rummenigge nutzte im Kampf um die erhoffte Finalteilnahme Ribérys nichts. Damit kann der Franzose erst in der kommenden Saison wieder in der europäischen Königsklasse auflaufen. Ob er dann noch beim FC Bayern weilt, wird sich noch entscheiden. Damit fand Ribérys ganz persönliche Saison beim FC Bayern nicht wie erhofft ein versöhnliches Ende. «Der schlimmste Moment meiner Karriere waren die ersten sechs Monate in dieser Saison, als ich mich am Knie verletzt habe», hatte der Franzose zuvor bereits eine bittere Bilanz im WM-Jahr gezogen. Nun fehlt er auch beim Höhepunkt in der europäischen Königsklasse. |