Schock für Ribéry: Auch im Finale gesperrt
Nyon (dpa) - 28.04.2010, 16:29 Uhr
Franck Ribéry (l) wurde für dieses Foul von der UEFA für drei Spiele gesperrt.
Der Endspiel-Bann der UEFA traf Franck Ribéry ins Mark und schockte auch den FC Bayern am Tag nach der magischen Fußball-Nacht von Lyon. Der französische Topstar wurde nach seiner Roten Karte im Halbfinal-Hinspiel gegen Olympique Lyon gleich für drei Partien gesperrt. Entgegen den Erwartungen des Rekordmeisters erfolgte die Sperre nicht nur für ein Spiel, sondern gleich für drei Partien - wegen einer Tätlichkeit, wie die UEFA den Tritt des Franzosen bewertete. Falls der FC Bayern mit seiner sofort angekündigten Berufung keinen Erfolg haben sollte, müsste Ribéry damit auch beim Champions-League-Finale am 22. Mai in Madrid zuschauen. «Wir können diese Entscheidung in keiner Weise nachvollziehen und halten sie für absolut falsch. Der Vorwurf der Tätlichkeit trifft hier nicht zu», argumentierte der FC Bayern in seiner Erklärung. Ribéry sei sicherlich nicht vorzuwerfen, er habe bei der Aktion seinen Gegenspieler absichtlich verletzen wollen. «Der FC Bayern und Franck Ribéry werden die Entscheidung nicht akzeptieren, dagegen Berufung einlegen und sämtliche Rechtsmittel ausschöpfen», kündigte Bayern-Mediendirektor Markus Hörwick an.
Trainer Louis van Gaal mochte nach der Landung auf dem Münchner Flughafen am Gepäckband spontan keinen Kommentar abgeben. Man hatte aber auf ein milderes Urteil spekuliert. «Wir hoffen, dass uns Franck im Finale wieder zur Verfügung steht», hatte Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge noch nach dem 3:0-Sieg gegen Lyon zuversichtlich verkündet. Man habe «großes Vertrauen in die UEFA-Gerichtsbarkeit, dass das gewünschte Ergebnis rauskommt», sagte er. Doch daraus wurde nichts. Den Tritt von Ribéry auf den Fuß von Lyons Mittelstürmer Lisandro Lopez bestrafte die Disziplinarkommission der Europäischen Fußball-Union (UEFA) kompromisslos. Doch schon in Lyon hatte Rummenigge angekündigt: «Wir werden auch kämpfen.» |