Die Bayern hoffen, dass in ihrem ersten Champions-League-Endspiel seit ihrem Titelgewinn 2001 gegen den FC Barcelona oder Inter Mailand auch Franck Ribéry wieder mitwirken darf. Die Europäische Fußball-Union will heutige über das Strafmaß für den französischen Nationalspieler entscheiden, der beim 1:0-Hinspielsieg gegen Lyon wegen groben Foulspiels die Rote Karte gesehen hatte. «Es ist schon öfter passiert, dass ein Spieler nach einer Roten Karte nur für ein Spiel gesperrt worden ist», sagte Nerlinger. In den Jubel der Spieler und Verantwortlichen mischten sich am Dienstagabend auch sorgenvolle Gedanken um Anatoli Timoschtschuk. Der 31 Jahre alte Mittelfeldspieler aus der Ukraine fehlte in Lyon offiziell wegen einer Magen-Darm-Erkrankung. Der wahre Grund war aber viel schlimmer, wie Vereinspräsident Hoeneß nach dem Spiel verriet. «Jetzt kann ich es ja erzählen», sagte Hoeneß im Pay-TV-Sender Sky. Die Mannschaft habe auch für Timoschtschuk gespielt, der mit seiner schwangeren Frau Nadija in einem Münchner Krankenhaus sei. Die ungeborenen Zwillinge des Paares seien «gefährdet», berichtete Hoeneß: «Die Fruchtblase ist im sechsten Monat geplatzt - es ist eine dramatische Geschichte. Das haben wir natürlich nicht bekanntgegeben. Wir hoffen alle von hier, dass es ihm gut geht. Wir haben ihm und seiner Frau den Sieg gewidmet.» Vor der Rückreise aus Lyon schwor van Gaal die Bayern-Profis bereits wieder auf den Titelkampf in der Bundesliga ein. «Wir haben keine Party abgehalten. Gestern Abend hat die Vorbereitung auf das Spiel gegen Bochum begonnen», sagte der Niederländer vor dem Abflug in die bayerische Landeshauptstadt.
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