Auf den ältesten Bayern-Spieler kommt es in Lyon besonders an. Hält Jörg Butt seinen Kasten gegen Olympique Lyon auch im Rückspiel sauber, steht Bayern München neun Jahre nach dem Triumph von Mailand erstmals wieder im Champions-League-Finale.
Für Butt selbst wäre es das zweite in der Königsklasse: 2002 unterlag er in Glasgow mit Bayer Leverkusen gegen Real Madrid mit 1:2. «Noch ist der Puls ruhig, aber die Anspannung wird bis zum Spiel ansteigen», berichtete der Torhüter. Sechs Tage vor seinem 36. Geburtstag wünscht sich Butt am 22. Mai in Madrid die vorläufige Krönung seiner Profi-Karriere, der bislang ein Makel anhaftet. Der gebürtige Oldenburger steht noch ohne Titelgewinn da; den unrühmlichen Ruf des «ewigen Zweiten» möchte er unbedingt abstreifen.
2002 verlor Butt nicht nur das Champions-League-Finale. Auch in der Bundesliga wurde er mit «Vizekusen» Zweiter hinter Borussia Dortmund. Das DFB-Pokal-Endspiel gegen Schalke ging mit 2:4 verloren. Schließlich wurde Butt als dritter Torwart auch noch in Japan und Südkorea Vize-Weltmeister mit der deutschen Nationalmannschaft.
Nun peilt Butt mit Bayern das Triple an. In Lyon soll zunächst der vorletzte Schritt in der Champions League gelingen. «Unser Ziel ist es, zu Null zu spielen. Dann sind wir im Finale», sagte Butt.