Auch Olympique Lyon plagen vor dem Halbfinal-Rückspiel in der Champions League gegen den FC Bayern München Abwehrsorgen. Der französische Fußball-Serienmeister bangt vor der Partie in Lyon vor allem um Innenverteidiger Cris.
Der ehemalige Leverkusener hatte sich bei der 0:1-Niederlage im Hinspiel in München eine Hüftprellung zugezogen und erhielt beim Training einen Schlag aufs Knie. Nach Angaben von Trainer Claude Puel ist der Einsatz von Cris «fraglich». Außerdem fehlte der zweite etatmäßige Innenverteidiger Jean-Alain Boumsong beim Training, wie Olympique auf seiner Homepage berichtete.
Boumsong war bei der ersten Partie in München wegen einer Wadenzerrung ausgefallen. In dem verletzten Mathieu Bodmer und dem nach seiner Gelb-Roten Karte aus dem Hinspiel gesperrten Jeremy Toulalan fehlen Lyon bereits zwei mögliche Innendecker. Stürmer Lisandro Lopez fordert für das Rückspiel einen anderen Auftritt seiner Mannschaft: «Wir müssen unsere Einstellung und Mentalität verändern. Wir haben in München zu defensiv gespielt. Wir müssen mutiger sein, um das Resultat noch zu drehen», sagte der Argentinier.
Nachdem das Punktspiel von Lyon gegen den AS Monaco verlegt worden war, kann Olympique-Trainer Claude Puel seine Mannschaft in einem am Wochenende bezogenen Trainingslager ganz gezielt auf die entscheidende zweite Partie gegen die Bayern vorbereiten. «Ziel ist es, gemeinsam eine gute Zeit zu verbringen und die Konzentration auf das Rückspiel hochzuhalten», erklärte Puel die Maßnahme. In Lyon hätte er die Gefahr der Ablenkung als zu groß empfunden, sagte der Trainer: «Im Trainingslager gibt es keine Konzentrationsverluste.» Das Stade de Gerland in Lyon ist mit 43 051 Zuschauern ausverkauft.