FC Bayern: Kein Protest gegen verlegtes Lyon-Spiel
München (dpa) - 16.04.2010, 12:03 Uhr
Lyons Trainer Claude Puel kann sich in ruhe auf das Bayern-Spiel vorbereiten.
Bayern München wird nicht gegen die Verlegung eines Meisterschaftsspiels von Champions-League-Gegner Olympique Lyon bei der Europäischen Fußball-Union (UEFA) vorgehen. «Es wird keinen Protest geben. Es ist eine autarke Entscheidung der jeweiligen Liga, wie sie Spiele ansetzen. Das ist Fakt», sagte Mediendirektor Markus Hörwick in München zu einem geplanten Vorstoß von Trainer Louis van Gaal. Der Bayern-Trainer wollte die UEFA auffordern, eine Spielverlegung von Lyon in der französischen Meisterschaft zwischen den beiden Halbfinal-Partien gegen den FC Bayern am 21. und 27. April zu untersagen. «Ein Wettbewerb muss unter gleichen Umständen ausgetragen werden. Es kann nicht sein, dass ein Spiel nicht gespielt wird», beklagte van Gaal am Freitag und sprach von fehlendem Fair Play. «Ich denke, dass ein wesentliches Zeichen des Sports gleiche Umstände sind», betonte van Gaal.
Olympique Lyon hatte die französische Profiliga LFP gebeten, das für den 24. April terminierte Meisterschaftsspiel gegen AS Monaco zu verschieben. Das Spiel wurde auf den 12. Mai verschoben. Damit kann sich Olympique nach dem Halbfinal-Hinspiel in München ungestört auf das Rückspiel gegen den deutschen Rekordmeister am 27. April in Lyon vorbereiten. «Ich denke, dass eine Vorbereitung von sieben Tagen einfacher ist. Deshalb macht Lyon das», erklärte van Gaal. Die Bayern müssen dagegen zwischen dem Hin- und Rückspiel gegen Lyon am 24. April noch das Bundesliga-Auswärtsspiel bei Borussia Mönchengladbach bestreiten. Eine Bitte um eine eigene Spielverlegung bei der Deutschen Fußball Liga (DFB) ist allerdings schon allein wegen fehlender Ausweichtermine nicht möglich. «Wir haben dafür die Zeit nicht», stellte auch van Gaal fest. |