Nach Lyon-Spielverlegung: «Kein Fairplay mehr»
München (dpa) - 15.04.2010, 21:47 Uhr
Lyons Trainer Claude Puel kann sich in ruhe auf das Bayern-Spiel vorbereiten.
Der deutsche Fußball-Rekordmeister Bayern München will die Verlegung des Meisterschaftsspiels von Champions-League-Halbfinal-Gegner Olympique Lyon mit einem Einspruch beim europäischen Verband verhindern. «Ich werde meinen Sportdirektor Christian Nerlinger bitten, die Uefa aufzufordern, dem französischen Verband die Spielverlegung zu untersagen und sie rückgängig zu machen», sagte Bayern-Train Louis van Gaal der Münchner «tz». Der mehrmalige französische Fußball-Meister Olympique Lyon hatte die Profiliga LFP gebeten, das für den 24. April terminierte Meisterschaftsspiel gegen AS Monaco zu verschieben. Der Spiel wurde deshalb für den 12. Mai neu angesetzt. Damit kann sich Olympique nach dem Halbfinal-Hinspiel in München fast eine Woche auf das Rückspiel gegen den deutschen Rekordmeister am 27. April in Lyon vorbereiten.
«Die Uefa sollte einschreiten und dem französischen Verband verbieten, dieses Spiel zu verschieben! Denn dadurch hat Lyon einen Riesenvorteil! Die können sich sieben Tage vorbereiten, wir nur drei. Und wir haben sogar noch ein Spiel dazwischen, in dem wir um die Meisterschaft kämpfen», meinte van Gaal. «Die Uefa muss diese Dinge überwachen und reglementieren. Das ist jetzt kein Fairplay mehr! Wir spielen nicht mehr unter gleichen Bedingungen gegeneinander», so van Gaal. «Die Verlegung erlaubt uns, die Mannschaft besser auf das Rückspiel vorzubereiten», sagte Lyons Trainer Claude Puel, «ich bedanke mich bei der Liga und bei Monaco». Auch die Monegassen hatten Lyons Wunsch entsprochen. «Es geht um den französischen Fußball», wurde Monacos Trainer Guy Lacombe in französischen Medien zitiert.
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