Er war Manchester Uniteds verspätetes Überraschungs-Osterei, fädelte die schnelle Führung gegen Bayern München ein - und humpelte dann doch geschlagen vom Platz: Am Ende blieb Wayne Rooneys Blitzheilung ohne Happy End für ihn und Manchester.
Tatenlos musste er zusehen, wie Bayerns Nummer 10, Arjen Robben, die Münchner mit dem Wundertor zum 2:3 ins Champions-League-Halbfinale schoss. Fast noch schlimmer: Rooney ist wieder verletzt. Auf dem Stürmerstar lasten nicht nur die ManU-Hoffnungen, sondern auch die Englands für die WM in Südafrika. Jetzt blickt die Nation wieder gebannt auf seinen Knöchel. Schon nach dem Hinspiel bei den Bayern hatte der Anblick von Rooney mit Krücken das Land schockiert.
Ein Bluterguss unterhalb der alten Knöchelverletzung zwingt den 24-Jährigen erneut zur Pause. «Er hat alles getan, was ich von ihm erwartet hatte», sagte Trainer Alex Ferguson. Übernächstes Wochenende soll Rooney im Derby gegen Manchester City wieder spielen. ManU darf nicht mehr verlieren, will es wenigstens den Meister-Titel verteidigen. Ohne Rooney scheint dies kaum möglich. «Alles dreht sich nur noch um ihn, erst recht, wenn er mehr Spiele verpasst, und Manchester die Meisterschaft verliert», schrieb «The Sun». «Und die Debatte 'Verein versus Nation' hat gerade erst begonnen.»