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Bordeaux macht Frankreich froh: «Hurra!»

Paris (dpa) - 18.03.2010, 12:09 Uhr

Die Spieler von Girondins Bordeaux jubeln über den Treffer von Yoann Gourcuff.
Die Spieler von Girondins Bordeaux jubeln über den Treffer von Yoann Gourcuff.

Bayern-Bezwinger Girondins Bordeaux hat mit dem Einzug ins Champions-League-Viertelfinale den Fußball-Stolz der Franzosen wiederbelebt.

«Hurra, mit zwei Teams sind wir zusammen mit England das am stärksten vertretene Land», jubelte das Fachmagazin «France Football». Nachdem sich Olympique Lyon bereits vergangene Woche gegen Real Madrid behauptet hatte, schaltete der französische Meister Olympiakos Piräus mit 2:1 aus. Vor 32 000 Zuschauern im Chaban-Delmas-Stadion trafen für den Sieger Yoann Gourcuff (5.) und Marouane Chamackh (88.). Kostas Mitroglou (65.) schoss in einer mäßigen Partie das zwischenzeitliche 1:1.

Zuletzt hatte Frankreich 2004 zwei Teams unter den letzten Acht gehabt. Vergessen sind die schlechten Leistungen der Nationalelf. Die Zeitung «Le Parisien» jubelte: «Glückliches Frankreich». Ligue-1- Leader Bordeaux habe das Zeug, in der Meisterschaft, der Champions League und auch noch im Ligapokal-Endspiel gegen Olympique Marseille die «himmlische Krönung» anzustreben.

Mit dem ersten Viertelfinal-Einzug in der Königsklasse seit 1988 wollen sich die «Marineblauen» nicht zufriedengeben. «Wir fürchten niemanden, aber Barcelona muss es im Viertelfinale nicht unbedingt sein», meinte Nationalspieler Gourcuff. Der Brasilianer Wendel räumte ein: «Wenn man schon im Viertelfinale ist, will man höher hinaus. Wir sind nun Außenseiter und haben nichts zu verlieren.» Auch Kapitän Alou Diarra, der in der zweiten Hälfte ebenso wie Piräus' Matt Derbyshire wegen wiederholten Foulspiels die Gelb-Rote Karte sah, gab sich kämpferisch: «Wir sind unter den Großen Europas, aber wir wollen hier nicht aufhören. Weitere Siege sollen folgen.»

Bei Bordeaux wollen alle Barcelona aus dem Weg gehen, aber auch auf ein weiteres Duell mit den Bayern ist man bei Girondins nicht sonderlich scharf. «Wir haben gegen die schon zweimal gewonnen, das reicht! Außerdem haben die jetzt wieder Ribéry zur Verfügung, und gegen Franck will ich nicht spielen», sagte der 28-jährige Diarra.


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