Van Gaal: «Ich kann immer schlafen.» Man kann nach so einem Spiel einfach abschalten? Van Gaal: «Wenn ich einen Fehler gemacht hätte, dann könnte ich das nicht. Ich mache auch Fehler. Aber wenn ich denke, ich habe keinen Fehler gemacht, kann ich immer schlafen.» Wie bewerten Sie die Leistung Ihrer Mannschaft? Van Gaal: «Ich fand, dass wir gestern sehr gut gespielt haben, auch bei diesen Umständen. Es war schwierig, auch für uns. Ich denke, dass wir das besser gemacht haben als Fiorentina. Aber die haben die Tore geschossen, auch wenn da individuelle Fehler dabei waren, und auch ein Abseitstor. Das zweite Tor war ein Abseitstor. Florenz war sauer wegen des Hinspiels, ich konnte mir das vorstellen, aber jetzt nicht mehr, weil sie auch ein Abseitstor bekommen haben.» David Alaba ist für einen 17-Jährigen erstaunlich cool aufgetreten. Hätten Sie mit solch einem Auftritt gerechnet? Van Gaal: «Ich finde das normal, wenn ich denke, dass ein Spieler bereit ist, ein Spiel zu spielen. Ich habe das schon oft gemacht. Ich habe Seedorf mit 16 Jahren in der ersten Mannschaft spielen lassen.» Gibt ein Weiterkommen wie in Florenz einen Schub für kommende Spiele? Van Gaal: «Das weiß ich nicht, in meinem Kopf ist noch immer die Niederlage. Ich denke, dass wir nicht so viele Niederlagen bekommen. Und gestern war ein entscheidendes Spiel und entscheidende Spiele müssen wir gewinnen. Und das haben wir nicht gemacht. Ich bin noch nicht so überzeugt, dass das ein bisschen Rückenwind gibt.» Aber für die Entwicklung der Mannschaft kann so etwas wichtig sein. Van Gaal: «Das habe ich auch gedacht. Okay, wir haben verloren, aber das ist sehr wichtig für die Entwicklung. Wir müssen jede Woche wechseln. Erst ist Robben krank, dann Ribéry verletzt. Jetzt Contento, dann muss ich einen 17-Jährigen aufstellen, dann fehlen Automatismen. Aber wir haben wieder ein gutes Spiel abgeliefert und zwei wunderbare Tore aus dem Spiel heraus gemacht. Das finde ich auch wichtig. Wir können auf dieses Spiel sehr positiv zurücksehen.» Aufgezeichnet von Christian Kunz, dpa
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