«Beck's» Comeback: Milan hofft auf Ex-ManU-Star
Manchester (dpa) - 09.03.2010, 13:29 Uhr
David Beckham spielt mittlerweile im Trikot des AC Milan.
«Beckham is coming home!» Acht Jahre nach seinem Abschied von Manchester United kehrt David Beckham zum Champions League-Schlager gegen den AC Mailand erstmals nach Old Trafford zurück. «Ich werde keine Angst haben, aber aufgeregt und glücklich sein», gab der englische Nationalspieler vor dem Achtelfinal-Rückspiel in seiner alten Heimat zu. Nach der 2:3-Hinspielpleite soll ausgerechnet «Beck's» die Italiener gegen seine alten Freunde ins Viertelfinale schießen. Die Runde der letzten Acht ist auch für Real Madrids Millionentruppe trotz der 0:1-Hinspielniederlage bei Olympique Lyon Pflicht. «Beckham wird vor seinen alten Fans seinen Stolz zeigen», erwartet Club-Boss Silvio Berlusconi eine Großtat von Milans Edel- Gastarbeiter. Der von Los Angeles Galaxy ausgeliehene Engländer soll Milans Sturmtrio mit Ronaldinho, Borriello und Huntelaar mit Flanken versorgen und selbst angreifen. Milan beschwört den Geist von 2007, als man «ManU» nach einer 2:3-Niederlage im Hinspiel mit einem 3:0-Rückspielsieg ebenfalls noch aus dem Cup warf. «So einen Fehler werden wir nicht noch einmal begehen. Diesmal werden wir das Werk mit einer magischen Nacht in Old Trafford vollenden», beruhigte «ManU»-Keeper Edwin van der Saar die Fans in geradezu italienisch anmutender Fußballlyrik.
Berlusconi dagegen übte sich in kraftstrotzender englischer Klarheit: «Milan muss kein Team der Welt fürchten. Wir glauben an das Viertelfinale», erklärte der italienische Ministerpräsident vor dem Duell gegen den Vorjahresfinalisten. Milan-Trainer Leonardo kann dort auf die wieder genesenen Leistungsträger Pato und Clarence Seedorf bauen. Auch Manchesters Coach Sir Alex Ferguson steht sein zuletzt angeschlagener Top-Stürmer Wayne Rooney wieder zur Verfügung, der Milan in San Siro mit seinen beiden Toren fast im Alleingang abgeschossen hatte. Wie Milan hofft auch Real Madrid im Rückspiel auf die Wende. Nach dem 3:2-Ligasieg über den FC Sevilla und der zurückeroberten Tabellenführung gehen die Spanier voller Euphorie in die Partie gegen Lyon. «Im Bernabéu-Stadion kommandieren wir, und das wird Olympique zu spüren bekommen», kündigt Reals Torjäger Cristiano Ronaldo an. Die Madrilenen müssen gegen Lyon allerdings nicht nur ein 0:1 aus dem Hinspiel wettmachen, sondern auch einen Fluch brechen: In den vergangenen fünf Jahren war für Real im Achtelfinale stets Endstation. «Wenn uns das jetzt wieder passierte, wäre dies eine Riesen-Enttäuschung», sagte der Portugiese. |