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Maradona mosert - Unruhe vor Deutschland-Duell

27.02.2010, 12:51 Uhr

Diego Maradona gestikuliert bei einem Freundschaftsspiel an der Seitenlinie.
Diego Maradona gestikuliert bei einem Freundschaftsspiel an der Seitenlinie.

Hamburg/Buenos Aires (dpa) - Diego Armando Maradona hat vor dem Deutschland-Duell für Unruhe im argentinischen Verband gesorgt. Der Trainer des zweimaligen Fußball-Weltmeisters will entgegen den Wünschen seines Arbeitgebers ein Testspiel am 24. Mai gegen Kanada nicht bestreiten.

Maradona will seinen Spielern stattdessen eine kleine Pause gönnen. «Die Meisterschaften gehen spät zu Ende. Den Spielern stecken viele Partien in den Beinen», erklärte Maradona sein Veto gegen das Match, das der Verband AFA und die argentinische Regierung anlässlich der Feiern zur 200-jährigen Unabhängigkeit des südamerikanischen Landes vereinbart haben.

Nun ist man um eine schnelle Lösung bemüht - und fallen wird sie wohl in München. Die Argentinier treffen am 28. Februar in Bayern ein, am 3. März kommt es zum Härtetest für die «Gauchos» um Weltfußballer Lionel Messi gegen die deutsche Auswahl. Nationalmannschafts-Manager Carlos Bilardo stellte in einem Interview beim Sender «TyC Sports» bereits klar, dass Maradonas Wort zähle. «Ob gegen Kanada gespielt wird, hängt von dem ab, was Diego sagt. Er ist es, der entscheidet.» Das einzige, was interessiere, sei die WM, ergänzte Bilardo. Ein Gespräch mit dem Verbandschef Julio Grondona soll Klärung bringen.

Maradona hatte betont, dass er die obligatorische freien Tage für die Spieler vom 15 bis 23. Mai respektieren werde. Anschließend wird die Mannschaft via Frankfurt/Main nach Südafrika reisen. Dort will die «Albiceleste» endlich den dritten WM-Titel nach 1978 im eigenen Land und 1986 angeführt von Maradona als Spieler in Mexiko wieder holen. In der Gruppe B bekommt es Argentinien mit Nigeria, Südkorea und Ex-Europameister Griechenland zu tun.

Nun steht aber erstmal die Partie gegen Deutschland an. Die bis dato letzte Begegnung fand in Berlin statt, im WM-Viertelfinale 2006 unterlagen die Südamerikaner Deutschland im Elfmeterschießen. Lionel Messi kam damals nicht zum Einsatz. Am 3. März dürften die Augen vor allem auf den Weltfußballer gerichtet sein, der nach dem wenig erbaulichen Auftritt mit dem FC Barcelona beim 1:1 in der Champions League in Stuttgart doppelt motiviert sein dürfte. Zumal Messi seine Leistung in der Nationalmannschaft unter der Führung Maradonas auch nur selten richtig abrufen konnte.


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