Inter tanzt gegen Ballacks Chelsea «Euro-Tango»
Mailand (dpa) - 25.02.2010, 12:58 Uhr
Diego Milito jubelt schon in der 3. Minute über seinen Führungstreffer.
Getreten, gekämpft und doch geschlagen - mit blutender Stirn und Wut im Bauch musste sich Michael Ballack mit seinem FC Chelsea im Achtelfinal-Hinspiel der Champions League gegen Inter Mailand unglücklich mit 1:2 geschlagen geben. Seinen Traum vom ersten Finalsieg muss der deutsche Nationalmannschaftskapitän aber längst noch nicht aufgeben. Mit ihrem Heimvorteil im Rücken an der Stamford Bridge haben die «Blues» im Rückspiel am 16. März alle Chancen auf den Einzug ins Viertelfinale der europäischen Fußball-«Königsklasse». «Ich bin optimistisch», machte Chelsea-Coach Carlo Ancelotti seinem Mittelfeldstar Ballack Mut. Auch Frank Lampard betonte: «Wir haben eine gute Chance!» Die Niederlage in der ersten Runde des Duells gegen seinen Vorgänger José Mourinho nahm Acelotti trotz umstrittener Schiedsrichter-Entscheidungen mit stoischer Gelassenheit. «Das Resultat ist weder besonders positiv, noch besonders schlecht», bilanzierte der ehemalige Coach des AC Mailand.
Diego Milito hatte den italienischen Meister und Tabellenprimus im ausverkauften Giuseppe Meazza Stadion bereits in der 3. Spielminute in Führung gebracht. Nach Salomon Kalous (50. Minute) Ausgleich sicherten Torschütze Esteban Cambiasso (55.) und der überragende Innenverteidiger Lucio den Inter-Sieg. Am ehemaligen Bayern-Profi gab es für Ballack und Co. fast kein Vorbeikommen, so dass ihn die Inter-Fans mit «Lucio, Lucio»-Sprechchören feierten. «Wir sind zufrieden mit dem Resultat», sagte der Brasilianer. «Mourinho piesackt Chelsea», schrieb der «Daily Mirror». «Wir haben unverdient verloren, hatten das Spiel 90 Minuten lang im Griff», sagte Ancelotti. Selbst die nicht gegebenen Elfmeter für Ivanovic und Kalou brachten Ancelotti nicht aus der Ruhe: «Wir hätten zwei Elfmeter bekommen müssen, aber Manuel Mejuto Gonzalez ist ein sehr guter Schiedsrichter. Mehr ist dazu nicht zu sagen!» Englands Gazzetten blieben nicht so gelassen: «Wut! Der Schiri verhilft Inter zum Sieg», schimpfte «The Sun». |