1:1 gegen Barca - VfB verpasst Überraschung
Stuttgart (dpa) - 24.02.2010, 00:51 Uhr
Fußball Champions League, Achtelfinale Hinspiel, VfB Stuttgart - FC Barcelona am Dienstag (23.02.2010) in der Mercedes-Benz Arena in Stuttgart. Der Stuttgarter Spieler Cacau freut sich über seinen Treffer zum 1:0 Foto: Bernd Weißbrod dpa/lsw +++(c) dpa -
Stuttgart (dpa) - Der VfB Stuttgart hat in der Champions League eine Überraschung verpasst. Der Fußball-Bundesligist hatte den Titelverteidiger und Club-Weltmeister FC Barcelona am Rande einer Niederlage, musste sich aber trotz einer starken Leistung mit einem 1:1 (1:0) begnügen. Cacau brachte den in der ersten Halbzeit über sich hinauswachsenden VfB in der 25. Minute in Führung. Nach dem Ausgleich von Zlatan Ibrahimovic (52.) wird es für die Stuttgarter aber nun schwer, im Rückspiel dieses Achtelfinals am 17. März in Barcelona die nächste Runde zu erreichen. «Ich bin stolz auf jeden Einzelnen. Die Mannschaft ist marschiert ohne Ende», sagte VfB-Manager Horst Heldt. «Wir müssen im Rückspiel nur mit 1:0 gewinnen und dann sind wir weiter», fügte er im Scherz hinzu. «Aber auch so haben wir uns gut aus der Affäre gezogen.» Sami Khedira sprach von einem «tollen Fight. Wir haben nur in der zweiten Halbzeit das Gegentor etwas zu früh bekommen. So wird es in Barcelona sehr, sehr schwierig».
Die Stuttgarter setzten die Vorgaben ihres Trainers Christian Gross von Beginn an eindrucksvoll um: «Wir dürfen nicht zu tief verteidigen, müssen mutig sein und schnell spielen», hatte der Schweizer vor dem Spiel gefordert. Und seine Mannschaft dominierte den großen Favoriten vor 39 000 Zuschauern in der ersten Halbzeit phasenweise klar. Schon im Mittelfeld attackierte sie die individuell fast auf jeder Position besser besetzten Spanier mit meist zwei Leuten. Nach jeder Balleroberung spielte der VfB schnell und gefährlich nach vorne. In der 13. Minute wurde ein Schuss von Cacau noch abgeblockt. Zwölf Minuten später köpfte der Deutsch-Brasilianer eine schöne Flanke von Timo Gebhart zum verdienten 1:0 ins Tor. Gross hatte lange offen gelassen, ob er Cacau nach seinen vier Toren gegen Köln in der Mannschaft lässt oder wieder den zuletzt gelbgesperrten Ciprian Marica von Beginn an aufstellt. Er entschied sich für Cacau und der 28-Jährige rechtfertigte dieses Vertrauen mit der nächsten überragenden Leistung. Der enorm laufstarke VfB war dem 2:0 nach dieser Führung sogar näher als Barcelona dem 1:1. In der 31. Minute klärte Carles Puyol in letzter Sekunde vor Khedira, in der 29. und 41. Minute hätte es auch Elfmeter für Stuttgart geben können. Erst sprang Gerard Piqué der Ball an die Hand, dann rempelte Rafael Marquez im Strafraum Gebhart um. «Wir hätten noch ein Tor mehr machen müssen», sagte VfB-Manager Horst Heldt zur Pause. |